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besang, an denen er rühmlichst Theil genommen. In demganzen Epos der Araucana des Don Alonsv de Ercillahat die unmittelbare Anschauung, der Anblick mit ewigemSchnee bedeckter Vulkane, heißer Waldthälcr und weit indas Land eindringender Meeresarme fast nichts hervor-gebracht, was man vorstellend nennen könnte. Das über-mäßige Lob, das Cervantes, bei Gelegenheit der geistreichsatirischen Bücherschau des Quirote, dem Ercilla gespendet,ist wohl nur durch leidenschaftliche Rivalität zwischen derspanischen und italiänischen Poesie hervorgerufen worden.Man möchte fast sagen, es habe Voltaire'n und viele neuereKritiker irre geführt. Die Araucana ist allerdings einWerk, welches ein edles Nationalgefühl durchdringt; dieSchilderung der Sitten eines wilden Volksstammeö, der imKampf für die Freiheit des Vaterlandes erliegt, ist darinnicht ohne Leben: aber die Dictivn des Ercilla ist schleppend,mit Eigennamen überhäuft, ohne alle Spur dichterischerBegeisterung.^'
Diese Begeisterung findet sich in mehreren Strophendes Ii o man coro calla Ilor esco in der religiösen Me-lancholie deS Fray Luis de Leon, z. B. in seiner „heiterenNacht", wenn er die ewigen Lichter sresplancloros otornalos)des gestirnten Himmels besingt und in den großenSchöpfungen des Calderon. „Als sich die Comödie derSpanier bis zu einer hohen Vollendung ausgearbeitet hatte",sagt der tiefste Forscher aller dramatischen Litteratur, meinedler Freund Ludwig Tieck, „finden wir oft beim Calderonund bei seinen Zeitgenossen, in romanzen- und canzonartigenSylbenmaaßen, blendend schöne Schilderungen vom Meere,von Gebirgen, Gärten und waldigen Thälern: doch fast