Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
61
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das Land des heiligen Kreuzes (Brasilien) und dieKüsten werden genannt, die Magelhan entdeckte,durchdie That, aber nicht durch die Treue ein Sohn Lusitaniens".

Wenn ich vorher den Camoens vorzugsweise als See-maler rühmte, so war es um anzudeuten, daß das Erdc-leben ihn minder lebhaft angezogen hat. Schon Sismondibemerkt mit Recht, daß das ganze Gedicht keine Spur vonetwas Anschaulichem über die tropische Vegetation und ihrephysiognomische Gestaltung enthält. Nur die Arome undnützlichen Handelsproducte werden bezeichnet. Die Episodeder Zaubcrinscl bietet freilich daö reizendste Gemälde einerLandschaft dar; aber die Pflanzendecke ist gebildet, wieeine illm cls Vouus es erfordert, vonMyrten, dem CitruS-baume, duftenden Limonen und Granaten", alle dem Klimades südlichen Europa angeeignet. Bei dem größten der da-maligen Seefahrer, Christoph Kolumbus, finden wir mehrFreude an den Küstenwäldern, mehr Aufmerksamkeit aufdie Formen des Gewächsreiches; aber Columbus schreibtein Neisejournal und verzeichnet in diesem die lebendigenEindrücke jedes Tages, während daö Epos des Camoensdie Großthaten der Portugiesen verherrlicht. Pflanzcn-namcn den Sprachen der Eingebornen zu entlehnen undsie in die Beschreibung einer Landschaft cinzuslechten, inder, wie vor einem Hintergrund, die Handelnden sich be-wegen, konnte den an harmonische Klänge gewöhntenDichter wenig reizen.

Neben der ritterlichen Gestalt des Camoens hat manoft die eben so romantische eines spanischen Kriegers auf-gestellt, der unter dem großen Kaiser in Peru und Chilidiente und unter jenen fernen Himmelsstrichen die Thaten