Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
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Man folgt ihm gern im Dämmerlichte an den Strand beiOstia, den er freilich malerischer und der Gesundheit zuträglicherschildert, als wir ihn jetzt finden. In dem religiösen GesprächOotavius wird der neue Glaube gegen die Einwürfe einesheidnischen Freundes muthvoll vertheidigt/"

Es ist hier der Ort aus den griechischen Kirchenväterneinige Naturschildernngen fragmentarisch einzuschalten, dasie meinen Lesern gewiß weniger bekannt sind, als wasaus der römischen Litteratur uns die altitalische Liebe zumLandleben überliefert hat. Ich beginne mit einem BrieseBasilius des Großen, für den ich lange schon eine besondereVorliebe hege. Aus Cäsarea in Cappadocien gebürtig,hatte Basilius, nicht viel über dreißig Jahre alt, demheiteren Leben zu Athen entsagt, auch schon die christ-lichen Einsiedeleien in Cöleshrien und Oberägypten besucht,als er sich nach Art der vorchristlichen Essener und Thera-peuten in eine Wildniß am armenischen Flusse Iris zurück-zog. Dort war sein zweiter Bruder^ Naucratius nach fünf-jährigem strengen Anachvretenleben beim Fischen ertrunken.Ich glaube endlich", schreibt er an Gregorius von Nazianz,das Ende meiner Wanderungen zu finden. Die Hoffnungmich mit Dir zu vereinigen, ich sollte sagen meine süßenTräume (denn mit Recht hat man Hoffnungen Träumedes wachenden Menschen genannt), sind unerfüllt ge-blieben. Gott hat mich einen Ort finden lassen, wie eruns beiden oft in der Einbildungskraft vorgeschwebt. Wasdiese uns in weiter Ferne gezeigt, sehe ich jetzt vor mir.Ein hoher Berg, mit dichter Waldung bedeckt, ist gegenNorden von frischen, immerfließenden Wassern befeuchtet.Am Fuß des Berges dehnt sich eine weite Ebene hin,