Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
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fruchtbar durch die Dämpfe, die sie benetzen. Der um-gebende Wald, in welchem sich vielartige Bäume zusammen-drängen, schließt mich ab wie in eine feste Burg. DieEinöde ist von zwei tiefen Thalschluchtcn begrenzt. Aufder einen Seite bildet der Fluß, wo er vom Berge schäu-mend herabstürzt, ein schwer zu überschreitendes Hinderniß,auf der anderen verschließt ein breiter Bergrücken den Ein-gang. Meine Hütte ist auf dem Gipfel so gelegen, daß ich dieweiteEbene überschaue, wie den ganzen Lauf des Iris, welcherschöner und wasserreicher ist als der Strymon bci Amphipolis.Der Fluß meiner Einöde, reißender als irgend einer, denich kenne, bricht sich an der vorspringenden Felswand undwälzt sich schäumend in den Abgrund! dem Bergwandererein anmuthiger, wundervoller Anblick, den Eingeborenennutzbar zu reichlichem Fischsang. Soll ich Dir beschreibendie befruchtenden Dämpfe, welche aus der (feuchten) Erde,die kühlen Lüfte, welche aus dem (bewegten) Wasserspiegelaufsteigen? soll ich reden von dem lieblichen Gesang derVögel und der Fülle blühender Kräuter? Was mich vorallem reizt, ist die stille Ruhe der Gegend. Sie wird bis-weilen nur von Jägern besucht; denn meine Wildniß nährtHirsche und Heerde» wilder Ziegen, nicht eure Bären undeure Wölfe. Wie möchte ich einen anderen Ort mit diesemvertauschen! Alkmäon, nachdem er die Echinaden gefunden,wollte nicht weiter umherirren."'" Es sprechen sich in die-ser einfachen Schilderung der Landschaft und des Wald-lebens Gefühle aus, welche sich mit denen der mo-dernen Zeit inniger verschmelzen als alles, was uns ausdem griechischen und römischen Alterthume überkommen ist.Von der einsamen Berghütte, in die Basilius sich zurück-