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ziehen mußte. Ich würde desselben hier ausführlicher er-wähnen, wenn man mit einiger Sicherheit unterscheidenkönnte, was ein Schriftsteller, dessen Zeitalter so ungewißist, auö seiner lebhaften Phantasie, was er auö historischenQuellen geschöpft hat.
Des großen enchclopädischen Werkes des älteren Pli-nius, dem an Reichthum des Inhalts kein anderes Werkdes AlterthumS gleich kommt, wird späterhin, in der Be-sch i ch t e d e r W e l t a n sch a u u n g, gedacht werden. Es ist, wieder Neffe (der jüngere Plinius) sich schön ausdrückt, „mannig-fach wie die Natur". Ein Erzeugniß des unwiderstehlichenHangeö zu allumfassendem, oft unfleißigem Sammeln, imStyle ungleich, bald einfach und aufzählend, bald gedan-kenreich, lebendig und rhetorisch geschmückt, ist die Natur-geschichte des älteren Plinius, schon ihrer Form wegen,an individuellen Naturschilderungcn arm; aber überall, wodie Anschauung aus ein großartiges Zusammenwirken derKräfte im Weltall, auf den wohlgeordneten Kosmoslurae masostus) gerichtet ist, kann eine wahre, aus demInnern quellende Begeisterung nicht verkannt werden. DaSWerk hat aus das ganze Mittelalter mächtig nachgewirkt.
Als Beweise des Naturgefühls bei den Römern wür-den wir gern auch die anmuthig gelegenen Villen auf demPincius, bei Tusculum und Tibur, am Vorgebirge Mise-num, bei Puteoli und Bajä anführen, wenn sie nicht, wiedie des ScauruS und Mäcenaö, des Lucullus und desHadrian, mit Prachtgebäuden überfüllt gewesen wären.Tempel, Theater und Rennbahnen wechselten ab mit Vo-gelhäusern und Gebäuden der Zucht von Schnecken undHaselmäusen bestimmt. Seinen, allerdings einfacheren Landsip