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und wo das mittlere Alter irgend einer Klasse jedem Mitglieds(bei Bestimmung der Tontine) statt des wirklichen Alters beige-legt wird, so daß also z. B. in der vierten Klasse jedes Mit-glied, das 15, 10, 17, 18, 19, 20 Jahre alt ist, durchschnittlichfür 17^ Jahre alt angesehen wird.
Die Zahlen der letzten Columne findet man, wenn man dasmittlere Alter von 95 Jahren (als die längste Dauer des mensch-lichen Lebens in der Regel angenommen) abziehet. Diese Ab-tragszeit nun ist der Zeitraum von Jahren, in welchem Kapitalund Zinsen, in Bezug auf die Mitglieder der dieser Abtragszeitrcspectivcn Klasse, wieder abgetragen sein müssen.
§. 160. Freilich würde man am genauesten und gerechtestenverfahren, wenn man für jedes Mitglied dessen Abtragszeit be-stimmte, und zwar nicht etwa durch die Subkraction seines Al-ters von 95 Jahren, sondern vielmehr die für seine Abtragszeirdes Mitgliedes noch wahrscheinliche Lebensdauer setzte und für nin der Formel
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substituirte, was freilich auch die Rechnung etwas umständlicherund mühsamer machen würde.
Anmerkung. Man hat auch zusammengesetzte Ton-tin cn, die jedoch nicht so beliebt sind, denn der Berkaufer pro-sitirt mit ihnen eben so wenig als mit einzelnen Renten; auchwird die Bequemlichkeit in der Bezahlung nicht größer; sammt-liche Mitglieder bekommen zwar etwas mehr, aber die Hoffnungzum Gewinn wird dafür hinsichtlich der zuletzt übrig bleibendenMitglieder sehr verringert. — Man f. hierüber: „I. P. Süß-milch, Die göttliche Ordnung in den Veränderungen des mensch-lichen Geschlechts. 4te Ausg. Berlin 1775. Zweiter Theil. Seite380 ff.
§. 161. Ohne Zweifel haben die einfachen Renten und Ton-tinen vor allen andern den Vorzug, namentlich die Tontinen.Denn bei letztem gehet man am sichersten, weil die Ordnungder Sterblichkeit hier keinen besondern Nachtheil bei wirklich vor-fallenden Ausnahmen erzeugen kann, und weil alle Erfahrungendarin übereinstimmen, daß von 200 Personen keine das 95steJahr höchst wahrscheinlich übersteigt. Sind nun in einer Ton-tinengesellschaft viel mäßige Klassen, so ersetzt die eine den Scha-den der andern, wenn ja jemand in dieser das 95ste Jahr über-leben sollte. Ferner reizen die Tontinen dadurch mehr zum Bei-tritt, daß sie jährlich durch das Absterben einiger Mitglieder sichvergrößern. Zwar ist eine Leibrente etwas größer als eine Ton-tine, was von der verschiedenen Dauer herrührt, doch hat dasWachsthum der Tontine mehr für sich als der constant bleibende