Einleitung.
CXXXV
Bei der Wiedergabe der Vor-, Geschlechts- und Ortsnamen habeich mich streng an die Vorlage gehalten. Nicht jeder Name warmit Sicherheit zu entziffern. Auf jede mögliche andere Deutungeines Namens durch Hinzufügen eines Fragezeichens hinzuweisen,hielt ich bei der grossen Menge solcher Fälle für zwecklos. Begnügthabe ich mich, die Lesart, die nach sorgfältiger Erwägung der Zügedie Vorlage am genauesten wiederzugeben schien, in den Text auf-zunehmen. Dass dabei Irrtümer zumal dort Vorkommen konnten, woes sich um Namen handelte, die mir unbekannt waren, liess sichnicht vermeiden. Da aber jeder, der sich mit Gelehrten-, Lokal-oder Familiengeschichte beschäftigt, an die proteusartigen Verwande-lungen in der Schreibung der Namen, wie sie früheren Jahrhunderteneigen waren, gewöhnt ist, so hoffe ich, dass der Benutzer dieser Aus-gabe, die gesuchte Person auch dann auffinden wird, wenn ihr Nameinfolge Yerschreibens des Rektors oder durch das leicht erklärlicheVerlesen der oft schwer zu entziffernden Einträge in anderer Formerscheint. Auch bei augenscheinlichen Fehlern der Handschrift habeich es zumeist unterlassen, in Eigennamen etwas zu verbessern, daVermutungen, wie begründet sie auch sein mochten, allzuleicht Irr-tümer im Gefolge haben konnten. Vom Jahre 1676 ab besitzen wirdie Möglichkeit einer Nachprüfung der in der Matrikel enthaltenenNamen in dem Index Nominum Immatriculatorum Academiae Re-giomontanae Borussoruni, wie der Titel einer im Besitze der Univer-sität befindlichen Papierhandschrift lautet. Nach einem Zusatze vonanderer Hand führt die Handschrift „Vom Jahre 1676 ab bis aufunsere Zeiten“. Eine dritte Hand hat hinzugefügt „bis 1844“. Hiersind die Inskribierten nach Familien- und Vornamen alphabetischaufgeführt mit Zusatz des Immatrikulationstermins, aber ohne Orts-angabe. Dieser Index ist nicht immer verlässlich. Die Schreib-weise der Namen stimmt auch nicht immer mit der in der Matrikelüberein. In einzelnen Fällen, wo die Eintragungen der Matrikelsehr schwierig zu entziffern waren, habe ich den Index zu Hilfe ge-nommen und mich von ihm beraten lassen.
Zur Kontrolle der eingeschriebenen Namen können auch dieVerzeichnisse der an der Universität Studierenden dienen, wie sieseit dem Jahre 1716 der Regierung eingereicht wurden und sichjetzt im Geheimen Staatsarchiv zu Berlin befinden. 1 ) Auf einedurchgehende Kontrolle musste verzichtet werden. Ein Vergleichzeigte, dass auch hier die Schreibweise der Eigennamen von der der
S. oben S. CXIII