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1 (1910) Die Immatrikulationen von 1544 - 1656
Entstehung
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Einleitung.

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inskribiert wurde, bemerkt worden:Praevia nota in matriculamreceptus est: , donec praestito examine maturitatis signo integro dig-nus iudicatus fuerit 1 , quam hanc matriculam cum nova commutaredenuoque debitum solvere pollicitus est. Es gab also eine volle Ma-trikel, einsignum integrum, dessen der Inländer zum Studiumder Rechte bedurfte, und das er nur auf CIrund des Maturitätszeug-nisses erhalten konnte, und eine bedingte Matrikel. Den Ausländerngegenüber herrschte in Erteilung der Matrikel, wie es scheint, auchweiterhin keine Beschränkung. So wurde am 29. Dezember 1814Joseph Rath aus Jaroslaw mit dem Zusatze in die Matrikel einge-schrieben:homo plane rudis medicae arti se dare profitetur, signophilosophico iam munito enixeque petenti matricula quidem traditaest eo consilio vero, ut medicorum scholas, nisi prius gymnasium ali-quod visitaverit, adire non conetur. Das Initiationszeugnis hattealso Rath von dem Dekan der philosophischen Eakultät trotz geringerBildung erhalten. Man erteilte ihm nun auch die Matrikel und liesses nur bei dem Rat bewenden, sich zunächst in den gymnasialenFächern unterrichten zu lassen. Offenbar verfuhr man deshalb mil-der mit ihm, da er als Fremder keinen Anspruch darauf erhebenkonnte, in Preussen zur Ausübung der medizinischen Praxis zuge-lassen zu werden oder ein Amt zu bekleiden.

Y. Die Frequenz der Universität, Schon seit langemhat man sich an einzelnen Hochschulen mit den Schwankungen be-schäftigt, die innerhalb der Inskriptionsziffern im Laufe der Se-mester eintraten. Man hat die Ziffern festgestellt und ihre Zunahmeund Abnahme auch wohl zu erklären versucht. Insbesondere hat sich fürKönigsberg der Professor der Geschichte Mangelsdorf am Ausgangedes 18. Jahrhunderts dieser Aufgabe unterzogen. 1 ) Begnügt hat er

1) Carol. Ehregott Mangelsdorf in einer Reihe von Gedächtnispro-grammen, mit denen zu Redeakten eingeladen wurde: Von der Groeben-

sches Programm, Königsberg, d. 27. März 1788, von Rohdsehes Programm,das., d. 22. Mai 1788, von der Groebensches Programm, das., d. 23. Mai 1788,von Tettauisclies Programm, das., d. 23. Juni 1788, von der GroebenschesProgramm, das., d. 27. März 1789. Er gibt die Jahresinskriptionen bisW. 1787 einschliesslich. In dem von Rolidschen Programm, Königsberg,d. 22, Mai 1789 und dem von der Groebenschen Programm, das., d. 23. Mai1789 berechnet er die Gesamtsumme aller bis W. 1787 in die Matrikel Ein-getragenen, welchein castris Albertinae nostrae sive gloriosi sive inglorii . . .militaverunt, auf 35946. Zuletzt gibt er die Zahl der Eintragungen nachJahrfünften. Als Durchschnitt der Jahrfünfte erhält er die ZahlDanach erreichen die Inskriptionen ihren tiefsten Stand in dem Jahrfünft15531557 mit 155, ihren höchsten in dem Jahrfünft 16431647 mit 1605.