Einleitung.
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Fremde, die nur kürzere Zeit zu bleiben pflegten, ausblieben, diePreussen aber überwiegend ihre ganze Studienzeit an der heimat-lichen Universität zubrachten.
Zum Schluss wäre zu erörtern, wie sich die Studierenden auf dieeinzelnen Fakultäten verteilten. Die Matrikel selbst macht über dasStudium anfangs nur selten Angaben und auch späterhin nicht regel-mässig. Dagegen enthalten die seit 1716 vorhandenen Berichte andie Regierung genaue Ausweise über die Angehörigen der einzelnenFakultäten. Danach sind in den zehn Semestern von W. 1717 biseinschliesslich W. 1723 — aus dem S. 1718 fehlen die Angaben —im ganzen 3307 Studierende gezählt worden, wovon 1059 oder 32 °/oauf die Theologische, 755 oder 23 % auf die Juristische, 99 oder 3 °/oauf die Medizinische und 1400 oder 42 % auf die PhilosophischeFakultät entfallen. Auffallend ist dabei, dass, im Gegensatz zuanderen Universitäten, in Königsberg im 18. Jahrhundert der Pro-zentsatz der Philosophen sehr erheblich geblieben ist. Dass diesesVerhältnis der Zahlen der Angehörigen der einzelnen Fakultäten zueinander nicht immer dasselbe blieb und daher nicht ohne weite-res auf die früheren Jahrhunderte übertragen werden kann, liegtauf der Hand. Die geistigen Strömungen der Zeit wie die wirtschaft-lichen Verhältnisse, haben auf das Zuströmen zu der einen oder deranderen Fakultät grossen Einfluss ausgeübt. Genauere Angaben überden Bestand der einzelnen Fakultäten in der Zeit vor 1716 zu machen,ist daher nicht möglich.
VI. Die Bearbeitung des Textes. Die Matrikeln dienten zumNachschlagen und ihre Ausgaben werden auch heutzutage meist nurvon solchen eingesehen, die einzelne Namen oder die Angehörigenbestimmter Landesteile aufsuchen. Wie die Rektoren eine möglichstgrosse Übersichtlichkeit erstrebten, wenn auch nicht immer erreich-ten, so musste es auch eine der Hauptaufgaben des Herausgeberssein, die Übersichtlichkeit in jeder Weise zu erleichtern.
Während in der Handschrift die Eintragungen anfangs meist inzwei Kolumnen, später in einer Kolumne auf der Seite Platz gefun-den haben, ist in der Ausgabe die Teilung in zwei Kolumnen durch-weg beliebt worden. Die Semesterüberschriften, die sich in derHandschrift gelegentlich in der Kolumne befinden, sind, um den An-fang des Semesters besser hervortreten zu lassen, über die ganze Breiteder Seite gesetzt worden. Ausserdem habe ich über jeder Semester-überschrift in deutscher Sprache das Semester und den Namen desRektors angegeben und die Angabe des Semesters in die Kolumnen-