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1 (1910) Die Immatrikulationen von 1544 - 1656
Entstehung
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CXXXII
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Einleitung.

Die von der Erklärung der Studenten unterstützten Vorstellun-gen der Universität scheinen gewirkt zu haben. Tatsächlich erlolg-ten scharfe Verbote der gewaltsamen Werbungen unter den Studie-renden, und die Frequenz hob sich von neuem.

Noch würde die Frage aufzuwerfen sein, wie hoch sich die Zahlder in Königsberg anwesenden Studenten stellte. Welche Schwierig-keiten ihrer Beantwortung entgegentreten, erhellt aus dem, was überdie Bedeutung der Matrikel, die bis ins zweite Jahrzehnt des 18. Jahr-hunderts allein die Grundlage der Berechnung bildet, gesagt wordenist. Mit annähernder Sicherheit lässt sich die Zahl der wirklichenStudenten, deractu studentes, die öffentliche Vorlesungen besuch-ten, aus ihr nicht ersehen.

Mit grosser Wahrscheinlichkeit hat Eulenburg die Aufenthalts-zeit eines Studenten an einer deutschen Universität vom 15. bis zum18. Jahrhundert auf 1,8 Jahr angenommen. 1 ) Für Königsberg, dasvom Mittelpunkt des Reiches weitab lag und daher minder schnellseine akademische Bevölkerung wechselte, wird man nicht fehlgehen,wenn man die Aufenthaltszeit auf 2 Jahre berechnet. Danach erhältman, wenn man sämtliche Inskribierte in Anschlag bringt, für denBeginn des W. 1550: 106, für den des W. 1560: 108, für den des W.1570: 160 anwesende Studenten. Legt man für die folgende Zeit nurdie Zahlen der inskribierten Iurati und Repetentes und derer, die ohneIuriervermerk eingetragen worden sind, zugrunde, so gewinnt manfolgende Frequenzziffern.

Fs waren im Beginne des Wintersemesters vorhanden:

im

Jahre

1588

161

Studenten

>>

r

1600

129

>>

ff

1610

127

ff

ff

f

1620

182

ff

ff

5)

1630

200

ff

>5

ff

1640

444

ff

ff

ff

1650

444

ff

Vielleicht ist für das 17. Jahrhundert die Anwesenheitszeit mit2 Jahren noch zu niedrig gegriffen und die Zahl der Frequenzetwas höher anzuschlagen. Für die Zeit von 1716 an, von wo an wirdie Frequenzangaben neben den Inkriptionsziffern besitzen, muss diedurchschnittliche Anwesenheit der Studierenden auf mindestens 5 Se-mester veranschlagt werden. Es hing dies damit zusammen, dass

1) Über die Frequenz der deutschen Universitäten in früherer Zeit inden Jahrbüchern für Nationalökonomie und Statistik III. Folge Bd. 13.S. 488 ff.