Einleitung.
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und deroselben grossen oder kleinen Städten, sondern dass nur einigeund zwar 4. sehr wenige aus den benachbahrten Örtern, Pommern undder Mark, bürtige sich aufhalten, und dass die übrige alle aus derStadt Königsberg und Preussischen Lande und kleinen Städtenbärtig seyn.“
Der König wollte nichts davon wissen, dass die Übergriffe derWerber bei der Jagd auf solche Studenten, die sich durch hohenWuchs auszeichneten, die Schuld an dem Weggange der Studententrage. Am 9. Dezember 1723 verlangte er von der Kriegs- und Do-mänenkammer einen Bericht darüber, ob der Rückgang der Univer-sität wirklich an den AVerbungen oder nicht vielmehr an dem fehlen-den Fleisse der Professoren im Lesen liege. 1 ) Er war geneigt, denletztgenannten Grund anzunehmen, denn eigenhändig bemerkte erauf dem Schreiben: „Weil die Professer nits taugen und sie nit dieHallische Institution haben. Das ist die Raison des A^erfalls.“ Abernicht nur, dass der Rektor und der Akademische Senat ihre Klagenüber die „violente Werbung“ durch eine Reihe von Beispielen unter-stützen konnten: die sämtlichen Studenten der Universität, „insonder-heit aber Außländer“, traten für die Berechtigung der Klagen ein.Sie richteten im Jahr&1723 an den Rektor und den Akademischen Senateine Erklärung, in der sie auf mehrere Fälle gewaltsamer AVerbunghinwiesen. Da die königlichen A r erbote dieser Form der APerbungungestraft von den Regimentschefs übertreten würden, „so könnendie Frembde sich leicht die Rechnung machen, dass an ihnen dieReihe auch bald kommen muß, ihre Freiheit und Secitrite mit denenEinheimischen zugleich zu verliehren. Sie sind deßwegen alle resol-viret, die hiesige Universitaet zu verlaßen und sicherere und frembdezu besuchen. Die Liefländer haben hievon würklich den Anfang ge-macht. Denn vor 4 te halb Jahren einer von ihnen zwar mit Gewaltvon seiner Stube genommen, au ff Anhalten aber derer Landsleutealßbald extradiret wurde, so wurden sie dennoch durch diesen Ein-griff in ihrer Liberte in solche Furcht gesetzet, dass der Numerusvon weit über 100 anjetzo bis auff 20 abgenommen und sie alle nachJena und Leipzig sich hin retiriret.“ Nur wenn ihre gewaltsam fest-gehaltenen Kommilitonen wieder freigegeben würden, wollten dieStudenten dies als ein Zeichen der wiederhergestellten Sicherheit an-sehen und bleiben.
• 1) Geh. Staatsarchiv in Berlin, General-Direktorium Ostpreussen, Stäclte-Sachen. Stadt Königsberg.
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