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1 (1910) Die Immatrikulationen von 1544 - 1656
Entstehung
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Einleitung.

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der Stadt, des Landes und der anderen Hochschulen in den einzelnenZeiträumen. Es muss dabei immer vorher klargelegt werden, obder Rückgang der Inskriptionsziffer, zusammenhängend mit wirt-schaftlichen oder anderen Erscheinungen, an allen deutschen Uni-versitäten eintrat oder eine vereinzelte Erscheinung an der Ivönigs-berger Universität bildete, und man muss dabei berücksichtigen,welche Inskriptionsziffer in Königsberg steigt oder sinkt, die derEinheimischen oder die der Fremden. Denn diese Inskriptionsziffernzeigen in Königsberg wesentlich verschiedene Kurven.

Nahe liegt es, die Frequenz in Zusammenhang mit der Güte derLehrkräfte, die an der Hochschule wirken, zu bringen. Doch ent-spricht dies, wie auch heute noch, keineswegs den Tatsachen. EinRückgang der Leistungen des akademischen Lehrkörpers hat höch-stens zur Folge, dass der Zuzug der Fremden nachlässt. Auf dasZuströmen der Einheimischen ist er kaum von Einfluss.

Wirtschaftliche Krisen, Krankheiten und kriegerische Unruhen,die Königsberg und seine Umgebung betrafen, haben natürlich dasAusbleiben fremder und eine Verringerung der Zahl der einheimi-schen Studenten zur Folge gehabt, während Kriege, die den Verfallanderer deutscher Universitäten zur Folge hatten, wie der Dreissig-jährige Krieg, die Zahl der Inskriptionen an der von den Kämpfennicht betroffenen Königsberger Universität steigen liess. Währenddes Siebenjährigen Krieges ging die Inskriptionsziffer, wie die Ein-leitung zum zweiten Bande des genaueren zeigen wird, nicht uner-heblich zurück, zumal Preussen zum Kriegsschauplätze wurde undin die Gewalt der Russen fiel. Noch tiefer sank sie in den kriegs-bewegten Jahren von 18061815. Fanden doch im S. und W. 1813nur 36, im S. und W. 1815 nur 57 Inskriptionen statt. Hier äusserteneben den kriegerischen Wirren und der wirtschaftlichen Notlagedie allgemeine Wehrpflicht, ihren Einfluss auf den Besuch derUniversität.

Der Besuch Königsbergs durch Fremde ist das 16. und 17. Jahr-hundert hindurch stark gewesen. Ausser den Bewohnern der an-grenzenden Länder, vor allem der baltischen Provinzen, finden wirnamentlich Brandenburger, Sachsen, Thüringer, Hannoveraner,Schleswig-Holsteiner, Friesen, Oldenburger und Westfalen. Die auf-fällig grosse Zahl der Westdeutschen erklärt sich wohl einmal durchdie im 17. Jahrhundert eingetretene politische Verbindung mit Cleveund den westfälischen Territorien Ravensberg, Mark und Minden,dann aber durch den regen Verkehr, den die Schiffahrt mit den Häfen

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