Druckschrift 
1 (1910) Die Immatrikulationen von 1544 - 1656
Entstehung
Seite
CXXVIII
Einzelbild herunterladen
 

CXXVII1

Einleitung.

Geistliche und Lehrer, Staats- und Gemeindebeamten, Notare undAdvokaten, Angehörige des Buchgewerbes, Apotheker und Chirur-gen, Künstler, Techniker und Exerzitienmeister, endlich die Famuliund Pedelle nach der Zahl, in der sie in jedem Semester eingetragenwurden, vermerkt. Ihre Zahl schwankt in den einzelnen Semestern

sehr erheblich.

Sie beträgt, vorausgesetzt, dass die Rektoren, was nicht wahr-scheinlich ist, regelmässig des Standes der Inskribierten gedachten,

in den Jahrfünften:

W.

1559S.

1564 : 13

oder

' 4%

der

Gesamtzahl

W.

1564S.

1569 : 20

33

5,7 %

33

33

W.

1569S.

1574 : 9

3?

2,3%

33

33

V 7 .

1574S.

1579 : 15

33

4 %

33

33

W.

1579S.

1584 : 16

33

3,7%

33

33

w.

1584S.

1589 : 32

33

6.8%

33

33

w.

1589S.

1594 : 25

33

4 %

33

33

V 7 .

1594S.

1599 : 22

31

3,2%

33

33

w.

1599S.

1604 : 21

33

3,7 %

33

33

w.

1604S.

1609 : 18

33

2,6%

33

33

w.

1609S.

1614 : 41

33

4,8%

33

33

w.

1614S.

1619 : 34

33

3,5 %

33

31

w.

1619S.

1624 : 30

33

2,5%

33

33

w.

1624S.

1629 : 31

33

3,7 %

53

33

V 7 .

1630S.

1634 : 33

33

3 %

33

33

w.

1634S.

1639 : 24

33

1,5%

33

33

w.

1639S.

1644 : 35

33

1,9%

33

33

w.

1644 S.

1649 : 25

33

1,6%

33

33

Die Anzahl dieserund 6,8 %.

Nichtstudierenden beträgt daher zwischen 1,5

Wodurch aber wurde das Schwanken in der Inskriptionszifferüberhaupt bestimmt? Schon Mangelsdorf bringt das Minimum indem Jahrfünft seit 1553 mit den religiösen Streitigkeiten an derUniversität und mit drohenden kriegerischen Wirren, das Maximumin dem Jahrfünft seit 1633 mit dem grossen Krieg in Deutschlandin Verbindung, der viele Studierende veranlasste, in dem friedlichenKönigsberg eine Zuflucht zu suchen. Zu weiteren Nachweisungenist er nicht gekommen.

Die Ursachen der wechselnden Frequenz einer Universität anzu-geben, ist eine sehr schwierige Aufgabe, die zu lösen, Sache einerUniversitätsgeschichte, nicht einer Matrikelausgabe ist. In An-griff kann nämlich diese Untersuchung nur genommen werdenauf Grund einer genauen Kenntnis der Verhältnisse der Universität,