Einleitung.
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und selbst aus Italien. Solche Konvertiten, die nicht selten miteiner Empfehlung der Landesherrschaft um das akademische Bür-gerrecht baten, begriisste man immer mit Genugtuung. Man erliessihnen nicht nur die Inskriptionsgebühr, sondern begleitete auch ihreEintragung nicht selten mit einem Ausdruck der Freude. So liestman z. B.:
W. 1624 (Kr. 77): „Samuel Maniecius Monachus quondam Car-melitanus e Coenobio . . . profugus, nunc Religionem purioremamplexus 1 ',
W. 1629 (Nr. 13): „Martinus Ivraiowski . . ., qui reiecta Idolo-mania Papistica ad veram religionem transiit“,
W. 1645 (Nr. 49): „Johannes Plinius antea monachus iamAltissimi illuminatione ad nostram religionem conversus“.
Es kann nicht wundernehmen, dass sich unter diese Konver-titen, die sichere Aussicht auf materielle Förderung hatten, auchUnwürdige mischten, die aus dem Übertritt ein Geschäft machten.Mancher Heuchler war wohl unter ihnen, der bei guter Gelegenheitzur alten Kirche zurückkehrte, wie der am 29. Juni 1752 inskribierteJoh. Klinger aus Danzig, „conversus e papatu“, von dem ein Nach-trag meldet: „Hic anno 1754 mense Augusti, postquam malitiosae•mentis et cordis varia reliquit documenta, ad vomitum rediit!“Es waren sicher trübe Erfahrungen, die den Rektor des W. 1639in der Eintragung Nr. 43 „Joh. Pateka Polonus, olim monachus,nunc nostrae religioni (utinam animitus et syncere!) addictus“ zudem in der Parenthese enthaltenen Stossseufzer veranlassten.
Dass gelegentlich auch Katholiken ihren Glauben verleug-neten, um die Immatrikulation zu erlangen, mag vorgekommensein. So wurde von dem im S. 1607 (Nr. 16) inskribierten Stanis-laus Mieschowsky ex finibus Borussiae nachträglich bekannt, dasser Jesuit war. Er flüchtete rechtzeitig, „Jesuita fuit et aufugit“,wie es in der Matrikel heisst.
Im 18. Jahrhundert schwinden die konfessionellen Gegensätze.Am 1. September 1783 wurde Carol. Erdr. Carpov, vir excellentissi-mus, Bolschavia Boruss., phys. et mathes. Prof. Ordin. in Aca-demia equestri ducatus Esthoniae, membrum societatis Jesu, am22. Oktober 1804 Joh. Kutowski, presbyter catholicus, als studiosusiur. in die Matrikel eingetragen. Man nahm also an der Konfession,ja an dem geistlichen Stande und an der Zugehörigkeit zur Gesell-schaft Jesu keinen Anstand mehr. In der Regel wurde bei den Katho-liken des Bekenntnisses gar nicht mehr gedacht, während die Juden
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