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Einleitung.
petens“ eingetragen, und am 26. August 1770 Wilhelm Paul Ver-poortennius, Neostadensis Franconiae, der, ein Leipziger Magister,als Rektor des Gymnasiums und Pfarrer von S. Trinitatis nachDanzig berufen worden war, immatrikuliert, weil er als Doktorder Theologie promoviert werden wollte. Es waren namentlichviele russische und polnische Ärzte, die sich in Königsberg dieDoktorwürde erwarben, wie der am 1. April 1788 inskribierte Jo-seph von Mohrenheim, Hofrat und Leibarzt der Kaiserin von Russ-land, der am 6. Januar 1789 immatrikulierte Nicol. Regnier, pol-nischer Hofrat, Professor der Medizin und Geburtshilfe an derUniversität zu Wilna, und der am 21. Februar 1796 eingetrageneCarol. Beniam. Sommer, chirurgus primarius divisionis secundaeclassis triremium imperialis Rossicae. Da im 18. Jahrhundert derGebrauch des „in absentia“ Promovierens schon allgemein gewor-den war, so hielten es viele dieser Doktoranden nicht mehr fürnötig, sich persönlich zur Immatrikulation in Königsberg einzu-l'iiiden. So erklären sich die Einträge, wie:
am 7. Oktober 1784: Jonathan Rogers, Londinen., medicuscastrensis Russicus, Dr. med. absens hic promotus, und
am 30. Juni 1822: Ludov. Alexander Cambecq, Saxo, causi-dicus in Caesareo dicasterio per Livoniam, quod est Rigae, Doctorisutr. iur. gradum adeptus absens honoris causae inscriptus.
15. Der Glaube. Schon oben ist erwähnt worden, dass bisin das 17. Jahrhundert hinein Studierende, die nicht der lutheri-schen Kirche angehörten, nicht zur Ablegung des Universitäts-eides zugelassen wurden. Die Vereinigung Preussens mit Bran-denburg, dessen Herrscherhaus der reformierten Kirche angehörte,hatte zur Folge, dass den Reformierten ohne Beschränkung derZugang zur Universität eröffnet wurde, und als im 18. Jahrhun-dert, dem Jahrhunderte religiöser Toleranz, Schlesien und weiteGebiete Polens mit Brandenburg - Preussen in staatliche Verbin-dung traten, konnte man nicht länger die katholische und jüdischeBevölkerung, die mit diesen Landerwerbungen innerhalb des Staats-gebietes stark anwuchs, von dem Besuche der Universität aus-schliessen. In der älteren Zeit fehlt es nicht an inskribiertenJuden und Katholiken. Sie sind aber sämtlich entweder kurz vorder Immatrikulation zur lutherischen Kirche übergetreten oderstellten den Übertritt in Aussicht. Unter ihnen überwiegen dieKatholiken, von denen die Mehrzahl Geistliche gewesen waren.Sie kamen meist aus Polen und Litauen, doch auch aus Österreich