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1 (1910) Die Immatrikulationen von 1544 - 1656
Entstehung
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Einleitung.

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hörten. Überwiegend wird bei ihnen bemerkt, dass sie auf Bene-fizien verzichteten. Sie waren also blosse Hörer. Ausdrücklichwerden sie in der Statistik des 4V. 1800 als ,, absque privilegio foriacademici recepti gleich den Chirurgen bezeichnet. Es lag nahe,allen Hörern in der Matrikel einen besonderen Platz anzuweisen.So finden wir sie vereinigt am Schlüsse von S. 1765 unterder Überschrift:Immatriculati studiosi chirurgiae aliorumque

studiosorum liberalium artium a festo Paschatos usque ad festumS. Michaelis, und am Schlüsse von \Y. 1816 folgen den 47 inskri-bierten Studenten noch 28qui sine privilegio fori recepti sunt, . . .ut collegia frequentare possent, Chirurgen, Architekten, Ökono-men u. a.

Als Hörer wurden ferner seit dem Ende des 18. Jahrhundertsviele zugelassen, die, den verschiedenen Berufskreisen angehörig,sich der neuen Wissenschaft der Nationalökonomie zuwandten,die in Ivraus an der Königsberger Universität einen viel bewunder-ten Vertreter fand. Es sind dies dieStudiosi oeconomiae, die seit1788 erscheinen, und dieStudiosi cameralium. Sie besassen zu-meist keine Gynmasialvorbildung, wie denn auch der am 2. Oktober1802 inskribierte Joh. Frdr. Dorn, oeconomiae cultor, in der Ma-trikel alsilliteratus bezeichnet wird.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden auch viele Militär-chirurgen auf Befehl der Regierung, die damals der Militärkran-ken- und Verwundetenpflege grössere Aufmerksamkeit zuzuwendenbegann, der Universität zugewiesen, um anatomische und andereVorlesungen anzuhören. Nicht weniger als 13 wurden einmal, im4M 1788, in die Matrikel eingetragen. Auch sie waren nur Hörerund wurden dem Gerichtsstand der Universität nicht unterworfen.

Um dieselbe Zeit brachen die Schranken, die die gelehrte Zunftvon den bürgerlichen Berufen und dem militärischen getrennthatten, immer mehr zusammen. Auch wer keine gelehrte Ausbil-dung erhalten hatte, strebte doch danach, seinen Anteil an denErgebnissen gelehrter Forschung zu erhalten, um diese womöglichim praktischen Leben zu verwerten, und Gelehrte, wie Kant undKraus, verschmähten es nicht, sich an die Menge der Gebildeten zuwenden. Es waren überwiegend Landwirte, Kaufleute, Zivilbe-amte und Offiziere, die die Erlaubnis zum Hören einzelner A^or-lesungen nachsuchten. Einzelne Beispiele mögen dies erläutern.Inskribiert wurden: