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1 (1910) Die Immatrikulationen von 1544 - 1656
Entstehung
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Einleitung

56), wo zwei früher deponierte Knaben, die bereits als initiati, alsodepositi, eingeschrieben worden waren, nunmehr das Gehorsamsver-sprechen leisteten, heisst es:in spem secuturae aliquando plenaereceptionis in numerum civium Academicorum. Ihre Aufnahme,oder wie es an der zweiten Stelle heisst, ihre volle Aufnahme in dasBürgerrecht wurde also erst für später erwartet. Der ganze Brauchdieser vorzeitigen Inskription hatte mit der Zeit allen Sinn verloren.Ganz offenbar zeigt eine Bemerkung, wie die zur Eintragung desJacobus Fridericus Deutsch im W. 1704 (Nr. 52),ritu depositionisinitiatus in diligentiae ulterioris incitamentum inscriptus stipulatamanu obsequium promisit oder zu Joh. Georg Segers im W. 1716(Xr. 74):ritu depositionis initiatus in incitamentum et spem maiorisdiligentiae in studiis, das Bedürfnis, diesem Brauch irgendeineBedeutung unterzulegen. Die Deposition, als eine vorläufige Ein-tragung bei der Universität, sollte also den Fleiss des Gymnasiastenerhöhen und das Streben hervorrufen, bald zum Universitätsstudi-um zu gelangen.

Dass die Mehrzahl derDepositi und sogar derDepositi sti-pulati im 17. Jahrhundert nicht an der Universität blieb, son-dern zur Lateinschule zuüekk ehrte, beweisen viele Einträge:z. B. S. 1614 (N. 44)Salomon Adami Cuno post depositio-nem statim discessit, S. 1622 (Nr. 6061) Joh. Frdr. Nese-nius und Franc. Tessenius von Parsawnon iurarunt, quia statimdiscesserunt, daselbst Nr. 7477Torunio venientes iterumqueabeuntes non iurarunt, verum data dextera promiserunt se, cumredierint studiorum gratia, sponte iuramentum deposituros, S. 1650(Nr. 142150)Hi Dantiscani novem, quia ad suos rursus se contule-runt, postquam cornua deposuerunt, utique stipulata manu reveren-tiam erga Academiam promiserunt, S. 1651 (Nr. 13)Nie. Herlinussustinuit depositionem et domum se contulit. Am 24. Dezember1630 (Nr. 19 und 20) wurden Ew T ald von Kleist und Georg Myliusals vereidigt eingetragen, nachdem sie bereits, der eine 1623, derandere 1627 ut minorennes et triviales eingeschrieben wordenwaren. Im April des nächsten Jahres vereidigte der Rektor vierAbiturienten der Altstädtischen Trivialschule und trug sie vonneuem ein. Sie waren schon früher, zum Teil bereits vor fünf Jah-ren, in die Matrikel eingeschrieben worden. Am 21. Mai 1632 gelang-ten Albertus Kiper, Laurentius Weger und Jacob Edelmann zur er-neuten Inskription, die beiden ersten auch zur Vereidigung. Sie hatten,wie der Rektor bemerkt, schon früher als Schüler der Kneiphöfi-