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1 (1910) Die Immatrikulationen von 1544 - 1656
Entstehung
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Einleitung.

Neben dem Datum findet sich bald vor, bald hinter ihm dieReihenzahl, die jeder Inskribierte im Semester trug, und nach derer leicht zu finden war, bald eine arabische, bald eine lateinischeZiffer. Nicht immer ist sie richtig, da sich die Rektoren verzählthaben. An einzelnen Stellen sind die Irrtümer berichtigt worden,an anderen Stellen nicht. Die Folge ist, dass die Zahlenangabender Veröffentlichung, die die Fehler verbessert hat, nicht immermit denen der Handschrift der Matrikel übereinstimmen.

4. Die Vor- und Eigennamen erscheinen immer imNominativ. Regelmässig wird mit dem Vornamen begonnen undfolgt der Eigenname. Da bei dieser Aufeinanderfolge dem Leser, dernach den Familiennamen suchte, der Überblick, zumal seitdem esim 17. Jahrhundert üblich wurde, zwei Vornamen zu geben, wesent-lich erschwert wurde, so hat man gelegentlich die Familiennamendurch stärkere Schrift hervorgehoben oder unterstrichen. Die Vor-namen treten überwiegend in lateinischer Gestalt auf. Sehr ver-schieden ist man bei den Familiennamen verfahren. Neben derdeutschen Form finden wir die durch die Endungus latinisierteoder auch bei solchen Namen, die eine Übersetzung mühelos zu-liessen, die lateinische oder griechische Form. So wird der deutscheKoch zu Cocus oder Magirus, Bäcker zu Artopoeus, Richter zuJudex, Pfeiffer zu Fistulator, Messerschmidt zu Machaero-Fabri-cius, Brettschneider zu Placotomus, Schäfer zu Opilio, Schmidt zuFaber und Fabricius, Müller zu Molitor, Wolf zu Lupus, Adler zuAquila, Rothaar zu Erythropilus usw. Zuweilen findet sich, umetwaigen Zweifeln, die später bei der Feststellung der Inskriptionentstehen konnten, zu begegnen, neben der klassischen Form diedeutsche bemerkt. So wurde im S. 1555 inskribiert: Jacobus Weid-mann, Venatorius, im S. 1594: Joannes Myrander vulgo Heyde-mann, im S. 1598: Johannes Cupius, von Koppen, im S. 1623 Ada-mus Mansuetus (Polonice Cychi, Germanice Stillauff), im S. 1636Caspar Parthenius (Jungfer), im S. 1638: Christoph Herdesianusalias Herdessheim.

5. He imatsangabe. Zur näheren Bezeichnung des Im-matrikulierten diente die Heimatsangabe. Es handelt sich dabeinicht um den Ort, an dem er sich zuletzt oder die längste Zeit seinesLebens aufgehalten hatte, sondern um den Geburtsort. Der Ortsnameerscheint zuweilen, namentlich im 19. Jahrhundert, in der deut-schen Form mit der Präpositionvon oderaus oder in der latei-nischen mit der Präpositionde oderex, zumeist aber in der