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1 (1910) Die Immatrikulationen von 1544 - 1656
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Einleitung.

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teil festgesetzt waren, so schien es Tätlich, am Schlüsse der Eintra-gungen der Standesverhältnisse der Inskribierten zu gedenken. Sofinden wir zuerst am Schlüsse des S. 1794 folgende Übersicht:Insumma 75, quorum 1 Nobilis, 1 Judaeus, 21 Chirurgi, pharmaceutici,typographiae studentes. Dergleichen für die Berechnung derSumme der eingegangenen Gebühren wichtige Übersichten fehlenwohl in der Folge hin und wieder, werden aber üblich.

Endlich findet sich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts häufigdie Versicherung des Rektors, dass er die Namen der Inskribiertenauch in das alphabetische A^erzeichnis der Studierenden eingetragenhabe, das seit dem Jahre 1676 geführt wurde.

3. Der Inskriptionstermin und die Reihen-zahlen bei der Anführung der Immatrikulier-t e n. Im Gegensatz zu heute wurden das ganze Jahr hindurch dieEinschreibungen vorgenommen. Die Inskription pflegte im Som-mersemester, wo die Schiffahrt sicherer und die Landwege gang-barer waren, naturgemäss meist reicher auszufallen, als im Winter.Die Namen wurden genau nach der Zeitfolge, in der die Aufnahmestattfand, aufgeschrieben, anfangs in zwei, später in einer Ko-lumne. In den ersten Semestern hat man auf die Angabe des Tagesverzichtet. Seit dem Sommersemester 1550 galt es als Regel, dassdas Datum zu jeder Eintragung hinzugefügt wurde. Die Satzungenvon 1554 schreiben die Angabe des Datums ausdrücklich vor. 1 ) Dochsind nicht alle Rektoren ihnen gefolgt. Es ist zuweilen vorgekom-men, dass sie sich mit der Angabe des Monats genügen Hessen, denTag aber nicht nannten oder auch das Datum ganz ausliessen.

Seit dem AVinter 1612, und zwar seit dem 21. Oktober, findetdie Angabe des Datums nach dem neuen Stil statt.

In sehr verschiedener Weise erfolgt die Angabe des Inskrip-tionstermins. Zumeist geht sie dem Namen voran, doch ist sie ihm.auch in einzelnen Semestern nachgestellt worden. In der Regelbedient sich der Rektor bei Angabe des Monatstages der arabischenZahl, doch kommen auch römische Zahlen vor. Werden mehrereStudenten an demselben Tage eingeschrieben, so pflegte man dasDatum nur bei dem an erster Stelle genannten anzugeben, dochhaben es einige Rektoren auch bei jedem der gleichzeitig Verzeich-neten bemerkt. Irrtümer in der Zeitfolge sind vorgekommen, der-art, dass ein früheres Datum einem späteren folgt, doch sind sie imganzen selten.

1) Arnoldt a. a. 0. I. Beylagen S. 149.