Deutschland.
Die weltlichste NatürlichkeitKönnt' man in den Zügen lesen;
Dach das übermenschliche HinterteilVerriet ein höheres Wesen.
Sie trat zu mir heran und sprach:„Willkommen an der ElbeNach dreizehnjähr'ger Abwesenheit —
Ich sehe, du bist noch derselbe!
„Du suchst die schönen Seelen vielleicht,Die dir so oft begegnetlind mit dir geschwärmt die Nacht hindurch,In dieser schönen Gegend.
„Das Leben verschlang sie, das lingetüm,Die hundertköpfige Hyder;
Du findest nicht die alte ZeitUnd die Zeitgenössinnen wieder!
„Du findest die holden Blumen nicht mehr,Die das junge Herz vergöttert;
Hier blühten sie — jetzt sind sie verwelkt,Und der Sturm hat sie entblättert.
„Verwelkt, entblättert, zertreten sogarVon rohen Schicksalsfüßcn —
Mein Freund, das ist auf Erden daS LosVon allem Schönen und Süßen!"
Wer bist du? — rief ich — du schaust michWie'n Traum aus alten Zeiten —
Wo wohnst du, großes Frauenbild?
Und darf ich dich begleiten?
Da lächelte das Weib und sprach:
„Du irrst dich, ich bin eine feine,
Anständ'ge, moralische Person,
Du irrst dich, ich bin nicht so Eine.
„Ich biit nicht so eine kleine Mamsell,So eine welsche Lorettin —
Denn wisse: ich bin Hammvnia,
Hamburgs beschützende Göttin!
„Du stutzest und erschrickst sogar,
Du sonst so mutiger Sänger!
Willst du noch immer mit mir gehn?
Wohlan, so zögre nicht länger."
IS*