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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
115
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Lellgedichte.

Wo?

Wo wird einst des WandermüdcnLetzte Ruhestätte sein?

Unter Palmen in dem Süden?Unter Linden an dem Rhein?

Werd' ich wo in einer WüsteEingescharrt von fremder Hand?Oder ruh' ich an der KüsteEines Meeres in dem Sand?

Immerhin! Mich wird umgebenGotteshimmcl, dort wie hier,Und als Totenlampen schwebenNachts die Sterne über mir.

Varianten und Fragmente zumAtta Troll".

1,

Traum der Sommernacht, phantastischZwecklos ist mein Lied, ja zwecklosWie das Leben, wie die Liebe,

Keinem Zeitbedürfnis dient es.

Sucht darin nicht die VertretungHoher Vaterlandsintressen;

Diese wollen wir befördern,

Aber nur in guter Prosa.

Ja in guter Prosa wollenWir das Joch der Knechtschaft brechen

Doch in Versen, doch im LiedeBlüht uns längst die höchste Freiheit.

Hier im Reich der Poesie,

Hier bedarf es keiner Kämpfe,

Laßt uns hier den Thyrsus schwingenUnd das Haupt mit Rosen kränzen!

2.

Sternenfunkelnd liegt die NachtAuf den Bergen, wie ein MantelVon pechschwarzem Hermelin,

Der gespickt mit goldnen Schwänzchen.

8*