Zeltgedichte. 97
„Als Alexander, der Griechenheld,
Mit seinem kleinen HansenErobert hatte die ganze Welt,
Da gab er sich ans Saufen.
„Ihn hatten so durstig gemacht der KriegUnd die Schlachten, die er geschlagen;
Er soff sich zu Tode nach dem Sieg,
Er konnte nicht viel vertragen.
„Ich aber bin ein stärkerer MannUnd habe mich klüger besonnen:
Wie jener endete, fang' ich an,
Ich Hab' mit dem Trinken begonnen.
„Im Rausche wird der HeldenzugMir später weit besser gelingen;
Dann werde ich, taumelnd von Krug zu Krug,
Die ganze Welt bezwingen."
II.
Da sitzt er und schwatzt mit lallender Zung',Der neue Alexander;
Den Plan der Welterobernng,
Den setzt er auseinander:
„Lothringen und Elsaß, das weiß ich längst,Die fallen uns zu von selber;
Der Stute folgt am End' der Hengst,Es folgen der Kuh die Kälber.
„Mich lockt die Champagne, das bessre Land,Wo jene Reben sprießen,
Die lieblich erleuchten unfern VerstandUnd uns das Leben versüßen.
„Hier soll sich erproben mein Kriegesmut,Hier soll der Feldzug beginnen;
Es knallen die Pfropfen, das weiße BlutWird aus den Flaschen rinnen.
„Hier wird mein junges HeldentumBis zu den Sternen moussieren,
Ich aber verfolge meinen Ruhm,
Ich will aus Paris marschieren.