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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
95
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Zcitgcdichtc,

Du bekömmst sogar zu esseuEine große Zukunft naht dir!Laß dich nur vom welschen SatyrNicht verlocken zu Excessen!

Werde nur nicht dreist und dreister!Seh' nicht den Respekt beiscitcnVor den hohen ObrigkeitenUnd dem Herren Bürgermeister!

17,

Der Wcchsclbalg.

Ein Kind mit großem Kllrbiskopf,Hellblondem Schnurrbart, greisem Zopf,Mit spinnig langen, doch starken Nrmchen,Mit Riescnmagen, doch kurzen Gedärmchen,Ein Wechselbalg, den ein Korporal,

Anstatt des Säuglings, den er stahl,

Heimlich gelegt in unsre Wiege,Die Mißgeburt, die mit der Lüge,

Mit seinem geliebten Windspiel vielleicht,Der alte Svdomiter gezeugt,

Nicht brauch' ich das Ungetüm zu nennen,Ihr sollt es ersäufen vder verbrennen!

18,

Der Kaiser von China.

Mein Vater war ein trockner Taps,Ein nüchterner Duckmäuser;

Ich aber trinke meinen Schnaps,

Ich bin ein großer Kaiser.

Das ist ein Zanbertrank! Ich hab'sEntdeckt in meinem Gcmüte:

Sobald ich getrunken meinen Schnaps,

Steht China ganz in Blüte.

Das Reich der Mitte verwandelt sich dannIn einen Blumcnangcr,

Ich selber werde fast ein Mann,

Und meine Frau wird schwanger.