44 Neue Gedichte.
Jin Boden wurzelt die Fußzeh',Die Arme erhoben sind.
So quält sich Bagiratha lange,Und Brahma will enden sein Weh,Er läßt den Ganges fließenHerab von der Hinnnelshöh'.
Ich aber, Geliebte, vergebensMartrc und quäl' ich mich ab,Aus deinen HimmelsangenFließt mir kein Tropfen herab.
2.
Mcrnndzwanzig Stunden soll ichWarten ans daS höchste Glück,Das mir blinzelnd süß verkündet,Blinzelnd süß der Seitenblick.
O! die Sprache ist so dürftig,Und das Wort ein plumpes Ding:Wird es ausgesprochen, flattertFort der schöne Schmetterling.
Doch der Blick, der ist unendlichUnd er macht unendlich weitDeine Brust, wie einen HimmelVoll gestirnter Seligkeit.
3.
Nicht mal einen einz'gcn KußNach so »wnatlangcm Lieben!Und so bin ich NllerttrmsterTrocknen Mundes stchn geblieben.
Einmal kam das Glück mir nah,Schon könnt' ich den Atem spüren,Doch es flog vorüber, ohneMir die Lippen zu berühren.
4.
Emma, sage mir die Wahrheit:Ward ich närrisch durch die Liebe?Oder ist die Liebe selberNur die Folge meiner Narrheit?
Ach, mich quälet, teure Emma,Nußer meiner tollen Liebe,