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3 (1900) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
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34
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34 Rene Gedichte.

13.

Dieser Liebe toller Fasching,

Dieser Taumel unsrer Herzen,

Geht zu Ende, und ernüchtertGähnen wir einander an!

Ausgetrunken ist der Kelch,

Der mit Sinucnrausch gefüllt war,Schäumend, lodernd, bis am Rande;Ausgetrunken ist der Kelch.

Es verstummen auch die Geigen,Die zum Tanze mächtig spielten,Zu dem Tanz der Leidenschaft;

Auch die Geigen, sie verstummen.

Es erlöschen auch die Lampen,Die das wilde Licht ergossenAuf den bunten Mummenschanz;Auch die Lampen, sie erlöschen.

Morgen kommt der Aschermittwoch,Und ich zeichne deine StirneMit dein Aschcnkreuz und spreche:Weib, bedenke, daß du Staub bist!

Diiinc.

1.

Diese schönen GliedermassenKolossaler WeiblichkeitSind jetzt ohne WiderstreitMeinen Wünschen überlassen.

Wär' ich, leidcnschaftentzügelt,Eigenkräftig ihr genaht,

Ich bereute solche That!

Ja, sie hätte mich geprügelt.

Welcher Busen, Hals und Kehle!(Höher seh' ich nicht genau.)

Eh' ich ihr mich anvertrau',

Gott empfehl' ich meine Seele.

2.

Am Golfe von BiscahaHat sie den Tag erblickt,