Herren und geschickte Staatsmänner vom ersten Range sind!In diesem Hause ist Adel, ist zu stndircn, was Adel heißt.Ich sehe endlich ein drittes Geschlecht, dessen Ahn in dunklerZeit aus seiner Burg tritt, sich in ein unwohnliches Landüberzusiedeln. Der Beruf, ein königliches Lichtreich zu grün-den, ist das Zeichen seiner Stirn. Das Auge seiner Kinderist der Sonne zugewandt: in den Händen tragen sie Flam-men, ihre Füße eilen vorwärts. Ein wunderbarer und ge-heimnißvoller Trieb scheint sie zu drängen und ist erblich. Sietragen den Keim des künftigen glorreicheren Deutschlands insich, denn sie sind kriegsfertig und Freunde des Lichts. DaSweltgeschichtliche Erbe der Hohenstaufen ist auf die Hobcn-zollern gekommen.
Ans diesem Hanse stammt der Königliche Redner, des-sen Worte Ergüsse jener ritterlichen Liebe zum Volke, je-ner bürgerlichen Sympathie für daS gemeine Beste, jenerphilosophischen Neigung für das Heiligste sind, die man, nachEinem seiner Väter, die joachimischcn Tugenden seines Hausesnennen darf. Die Reden des Königs sind ungemein einfach.Sie sind nicht Erzeugnisse des Studiums, sie sind Früchteeiner großen und anstelligen Seele, eines reinen und zugleichreichen Herzens, eines bcwusstvollen Geistes, denn der Geistdes Menschen wirbelt in dem Tonwerk seiner Rede. IhreSimplicität erinnert an die simple Rcdcgcwalt Gustav Erich-son's, der sein Volk weckte, drängte und trieb und endlichrettete. Man fühlt cS, daß dieser König ein gleicher Wecker,geistiger Drängcr und Retter seines Volkes geworden wäre,wenn seine Zeit es verlangt hätte. Nur der Sohn des kö-niglichen Helden, des theuren preußischen VolksvatcrS, dessenHerz für die Freiheit Deutschlands schlug wie das Herz Her-man's, nur der Sohn dieses Freiheits-Rächers und der kö- sniglichen Dulderin, der groß wurde untcr den thränenreichenLiebkosungen und den wehmüthigcn Klagen über die gefalleneGröße seines Hauses und Volkes — nur dieser konnte ein Red-ner werden, von Gott begabt, und von Gott gezeichnet. Nicht