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Diese kostbare Rede, die ganz aus goldenen Zeugnissen zu unsererGeschichte besteht, wurde vom Könige bei der, am 10. Septemberltiäv. in Königsberg erfolgten, Erbhuldigung an die Stände desKönigreichs Preußen und Großherzogthums Posen gerichtet. DerKönig spricht gewissermaßen unsere treuste und geschichtlichste Na-tionaldevise aus: „Wir gedeihen durch Einigkeit", eine De-vise, auf deren Führung wir vor allen andern Völkern uns wirklichund wahrhaft berechtigt haben. Möchte es dem thenren Landesvaterder sich selbst so klar und bestimmt in diesem Einigkeitsgefühle be-greift, und sich als die Seele desselben erkennt, gefallen, jenem echtpreußischen Wahlspruche in großartiger und entsprechender Institu-tion, ein auch äußerlich bewnssteS, alle Zeiten dnrchdauerndes Da-seyn in seinem treuen Volke zn geben. Nicht, als ob wir des äu-ßeren Zeichens bedürften, sondern weil das innere HeiligthumWerth geworden ist des Symbols.
h^lid Ich gelobe hier vor Gottes Aligesicht »ndvor diesen lieben Zeilgen Allen, daß Ich ein gerechterNichter, ein trener, sorgfältiger, barmherziger Fürst, einchristlicher König seyn will, wie Mein nnvergesslicher Vateres war — gesegnet sei sein Andenken! Ich will Rechtund Gerechtigkeit mit Nachdruck üben, ohne Ansehen derPerson; Ich will das Beste, das Gedeihen, die EhreAller Stände mit gleicher Liebe umfassen, Pflegen undfördern — und Ich bitte Gott nm den Fürsten-Segen,der dem Gesegneten die Herzen der Menschen zuneigt