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Reden und Trinksprüche Seiner regierenden Majestät Friedrich Wilhelm IV. Königs von Preussen
Entstehung
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Cinleitendes Vorwort.

^^ÄHjönige haben das Ohr der Volker, und doch reden Kö-nige selten zu Völkern! Könige haben die Herzen der Völker,und doch verstehen Könige so selten, den in Licht und Lebengehüllten Weg vom Herzen zum Herzen zu finden! Die sanfteund schöpferische Glut der Liebe, ihre zauberische Sprache, ihrewillkommenen und süßen Töne werden als das Erbtheil derHütte gepriesen. Der Raum der Paläste scheint zu weit, zugewölbt und der Thron zu hoch für eine Tugend, deren ci-genthümlich seltsamer Reichthnm dieser ist, daß er noch einzweites Herz fodert, um genossen werden zu können. DieserReichthnm wetteifert mit der Armnth, und was haben Palästeund königliche Throne mit dieser?

Dennoch ist diese die Armnth, durch welche die Weltreich ist. Sie ist die Armnth, die mit japetischer Hand Le-ben spendet dem Leblosen, Licht entzündet im Lichtlosen, vonderen heilsamen, überfließenden, göttlichen Gaben Allen gebotenwird und Alle empfangen und Fürsten allein sollten nichtvon ihr genießen?

Wie außerordentlich wäre daö! wie seltsam.. Ja auchsie find Empfänger des göttlichen Kleinods der Liebe, sindThcilhaber ihrer sanften Freuden, Mitbesitzer ihrer köstlichenGerechtsame, Miterbcn ihrer Zukunft.

Aber wenige Könige haben die Kunst verstanden, dieseLiebe zu äußern, die große Knust, ihre sympathische Machtzu verwenden, daß daS Herz fest würde im Volke, fest beiAlten und Jungen, Niedern und Hohen, fest für alle Zwecke,die der Zukunft des Vaterlandes gelten, die die Liebe zu Gottund dem ererbten Throne befruchten, endlich fest für jene dau-