von ungefähr geschieht es, daß er mit den ersten Worten, dieer als König zu Untcrthanen spricht, der Königlichen Muttergedenkt, die Preußens Stolz, und des Jahres 1813, daö Preu-ßens Ruhm ist: sie waren seine Erzieher. Mit immer gleicherSicherheit trifft der König jenes heilige Ohr, das in Einemfür Alle und in Allen für jeden Einzelnen Hort.
Und eben dies ist es, worauf wir allein aufmerksam zumachen uns erlauben wollten. Der König weiß es, daß ihmder Beruf wurde, die Grenzen jcneö heitern Reichs der Liebezu erweitern, dessen Macht das Licht, dessen Herrlichkeit seineFreiheit, dessen Schöne ein heiliger und tiefer Friede ist. SeineWorte athmen jene Liebe, die, wenn sie die Größcste unter denTugenden sehn soll, mit Grund gläubiger als der Glaube,hoffnungsvoller als die Hoffnung sehn darf, eine Tugend,ohne die all' unser Wirken und Thun ein tönend Erz gescholtenwird und eine klingende Schelle. Vielleicht ist Preußens Konigder erste Monarch, der im Angesichte seines Volkes, mit auf-gehobenen Händen, Zeiten auf seine Länder herabsieht: „reichan Menschcnfrieden, reich an Gottesfrieden," ein ge-krönter Priester, ein Salomonischer König! Die Köllncr Wcih-worte des Königs erinnern in erhabener Weise an die Einweihungdes Jehova-Tempels durch Salomon. Seine volkbcgrüßendenTrinksprüche an die Weise Gustav Wasa's. Möge denn dieRegierung, dieses Fricdcnsfürsten seyn wie ein schöner undsanfter Tag, das Wort seines MnndcS wie Thau dcS Him-mels, der, mit der Morgenfrühe wiederkehrend, die Herzen sei-nes Volks erquickt und ihre Bildung befruchtet, damit das Reichdes Ruhms, worin Friede wohnen wird und Gerechtigkeit undWahrheit, näher und näher komme, die falsche Staatskunstmit ihrem frischen Geiste, belebend und verjüngend, zu durch-dringen. Wem viel gegeben ward, von dem wird viel ge-nommen werden; und wer da hat, dem soll gegeben werden,bis daß er die Fülle habe, so er darum bittet. Das schickeGott mit dem thenren Landesvater!