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die hierdurch in Aussicht gestellte Gefahr in der Wirklichkeitziemlich gering, da es ja in dem eigenen freien Willenjeder mit einem solchen Regcnrocke bekleideten Person steht,letztern entweder gleich anfangs nicht ganz anschließend zu-zumachen, oder ihn späterhin zu öffnen, und so der Trans-spiration Durchpaß zu geben.
Bei weitem mehr Gewicht aber hat dasselbe Bedenkenrücksichtlich des Gebrauchs der ebenfalls in den Verkehrgebrachten Schuh- und Halb stiefeln aus Kautschuk-Auflösung, weil diese in der That der Ausdünstung desFußes zu viel Zwang anlhun; weshalb sie auch fast schonwieder bei Seite gelegt, und statt ihrer bloß Uebcrschuhe(Galoschen) aus dieser Masse verfertigt, außerdem aberhöchstens die Obertheile des gewöhnlichen Schuhwerks da-mit bestrichen werden.
Unter den anderweitigen Verwendungs-Arten des Kaut-schuks verdient besonders das zuerst in Wien erfundene,und dann in Paris vervollkommnete Spinnen dieserMasse nähere Aufmerksamkeit. Man pflegt nämlich seiteiniger Zeit den Kautschuk zu dünnen Fäden auszudehnen,welche man dann mir Seide, Baumwolle, Flachs oderWolle überspinnt, und in dieser Gestalt zu Gürteln,Hosenträgern, Strumpfbändern und Sattelgurten, überhauptaber zu solchen Gegenständen verarbeitet, die einer außer-gewöhnlichen Elasticität bedürfen. Daß man eben hieraufverfiel, scheint durch den früher schon verwirklichten Ge-danken, subtile chirurgische Instrumente aller Art, wiez. B. Mutterzäpfchen, Warzcndeckel, Katheder u. s. w.aus Kautschuk-Masse zu verfertigen, am meisten herbeige-führt worden zu scyn. Die Herren Rattier und Guibalin Paris haben jetzt eine sehr großartige Kautschuk-