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2 (1842) (1842)
Entstehung
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Ohne Zweifel haben sich auch die alten Künstler dieserArt, wie unsere jetzigen, hierzu einer, über dem Werktischebefindlichen, horizontal umlaufenden Welle mit einem Radebedient. Denn schon Plinius sagt (Hi«t. Xatur. XXXVI,26.): das Glas wird am Rade gedreht, und das, wasman einschneiden will, wie auf Silber eingegraben. Dochist dabei nicht an das eigentliche Eingraviren mit demGrabstichel zu denken, fondern die Vergleichung des Pli-nius bezieht sich, ohne die in Frage kommenden Werk-zeuge zu betreffen, auf die darzustellenden Zeichnungen,welche man in beiden Fällen nur.seicht auf der Oberflächeeinschnitt, worauf sie dann vom Glasschneider am Werk-tische mit dem scharfen Rade eingeschliffen wurden,während der eigentliche Graveur u. f. w. sich zu seinerArbeit auf Metall der Gravir-Nadel und anderer ähnlicherInstrumente bediente.

Wenn dennoch einige Schriftsteller behaupten, das Glas-schneiden sey samml den jetzt dabei üblichen Werkzeugenerst zu Anfang des siebenzehnten Jahrhunderts erfundenworden, und man sogar einen gewissen Caspar Leh-mann, welcher anfangs nur in Eisen und Stein schnitt,bald aber auch in Crystall und Glas zu schneiden ver-suchte, als Erfinder dieser Fertigkeit bezeichnet, und da-bei anführt, daß er im Jahre 16VS von Kaiser Rudolph II.außer großen Geschenken, auch den Titel eines Kammer-Edelgestein - und Glasschneiders sammt einem Freibriefefür den ausschließlichen Betrieb der von ihm erfundenenKunst erhalten habe: so scheint man aus der bloßen That-sache, daß ihn die Aussteller des Diploms geradezu alswirklichen Erfinder dieser Kunst bezeichnet haben, mehrabzuleiten, als aus ihr, den vorbemerkten geschichtlichen