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2 (1842) (1842)
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dabei blos an die Härtung der Werkzeuge durch ein solchesWasser, nicht aber an eine dadurch bewirkte Erweichungder Sleinmasse gedacht wird: welche letztere falsche Aus-legung der Vasari'schen Erzählung sich Winkelmannerlaubt hat*).

Nach dem Tode des vorgenannten Künstlers Tab dasollen Eurradi, Corsi und Silvestrini die Erben derKunst geworden seyn, das fragliche Härtungs-Waffer zubereiten- Doch ist es glaublicher, daß die Kunst, Porphyrund ähnliche harte Steinarten mit dem Meisel zu bear-beiten, niemals ganz verloren gegangen, sondern daß dieBildhauer nur, der großen Mühsamkeit dieser Arbeit wegen,sie mitunter für unausführbar erklärt, und im äußerstenFalle wenigstens ein geheim gehaltenes Härtungs-Wasserfür unumgänglich nöthig dazu erklärt haben, damit ihneneinestheils diese schwierige Arbeit so selten wie möglichzugemuthet werde, anderntheils aber deren dennoch bewirkteDurchführung desto größern Ruhm bringe.

Uebrigcns haben neuere metallurgische Untersuchungengenügend gezeigt, daß, wenn es auch wirklich ein technischesHärtungs-Wasser für die Stahlbereitung geben sollte, dochbei derselben weit mehr auf die natürliche Beschaffenheitdes in Stahl zu verwandelnden Eisens, und auf denhiernach einzurichtenden Hitzgrad beim Glühen, als aufdas Adlöschungs-Wasser ankommt; obgleich die Wirksamkeitder Ablöschung befördert wird, wenn der Arbeiter dabei einedünne Scheibe Unschlitt auf das Wasser legt, oder heißes

*) Vergl. Winkelmann's Gesch. der Kunst, Wien 1776. 4.,S. 522. Er ist aber auch darüber bereits von Beckmann, a. a. O.,Th. V. S. V3 u. f., zurecht gewiesen worden.

Gesch. d. Erfind. 2.Bd. 6