Zg Regeln über die Tttulatnren.
uns liegenden Brief von der Rechten zu? Linken zusam-menschlägt, so daß die Ecken der beiden Hälften ge-rade auf einander passen, und dann den so auf derMitte gebrochenen Bogen von oben nach unten herun-ter schlägt, so daß ebenfalls die Ecken wohl auf ein-ander passen. Die Breite wird alsdann 4 und dieLänge 5 bis 5? Zoll betragen, vorausgesetzt, daß derBrief auf Postpapicr geschrieben; ist aber der Bogenein gewöhnliches Quartformat, so muß man ihn vonoben nicht ganz herunterschlagen, weil er sonst stattdes gefälligen länglichen Vierecks, ein Quadrat bil-den würde, er mag ohne oder mir einem Couvert ver-sehen seyn. Beim Schneiden des Converts verfahrtman auf folgende Art: Man legt den Brief quer aufdas zum Umschlag bestimmte Blatt, schlagt die gegeneinander überstehenden Ecken des Couverts zusammen,drückt auf dasselbe von einer Ecke zur andern mitdem Rücken der Scheere zwei Linien, bezeichnet nunda, wo beide Linien sich durchschneiden, den Mittel-punkt durch einen leichten Stich mit der Spitze derScheere, und schneidet nun auf den Linien nach denMittelpunkt beide Zipfel ab. Zum Couvert muß manweißes, reines aber nicht feineres Papier als zumBriefe selbst nehmen.
12. Zum Siegeln bediene man steh des rothenfeinen Lacks. Schwarzes braucht man nur bei To-desfällen an Freunde und Bekannte-, schreibt manaber während seiner Trauer an fremde oder höherePersonen, so siegelt man roth. Befindet sich der Em-pfänger des Briefes in Trauer, so erfordert es die Ach-tung, unter schwarzem Siegel zu schreiben. Kondolenz-briefe müssen ohne Ausnahme schwarz gesiegelt werden-
1Z. Der Oblaten oder des Mundlacks darfman sich nur an Freunde und Bekannte bedienen.
14- Der Aufdruck des Siegels selbst muß mitder Aufschrift in gleicher Richtung stehen, so daß man,wenn man die Aufschrift vor sich sieht und den Briefzur Seite umwendet, das Siegel gerade vor den Au-gen hat.
15. Adlige Personen siegeln mit ihrem Familien-wappen. Bürgerliche bedienen sich gewöhnlich einesPettschafts mit dem Anfangsbuchstaben ihres Namens.Indeß sieht man häufig Pettschafte mit Figurenoder Sinnbildern, die sich auf das Berufsgeschäft