All einzelne Personen-
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Der Zusatz: Diener, oder der unwürdige Aus-druck Knecht, ist veraltet unb unnütz; das Eigen-schaftswort bezieht sich am füglichsien auf den Na-men selbst.
An den Landeshcrrn und an die höchsten Landes-Kollegien, schreibt jedoch der Unterthan: allerunter-thanigsier Knecht, oder unterthanigst - gehv r-samsier (Knecht); weibliche Personen aber: allerde-müthigste Magd.
An andere regierende Fürsten schreibt man un-terthanigsier Diener. Der gewöhnliche Schluß ist:Ich ersterbe in tiefster Ehrfurcht. An nichtregierende Personen fürstlicher Herkunft wird nachUmstanden eben diese Unterschrift, oder nur unter-thaNiger Diener, oder auch nur gehorsamsterDiener geschrieben, je nachdem die persönlichen Ver-haltnisse des Schreibenden mehr oder weniger Unter-würfigkeit verlangen.
An Personen, welche in dem Briefe den TitelExcellenz, Hochgebietender, Hochgcborner,erhalten, schreibt man: unterthaniger (oder gehor-samster).
An adeliche und andere Personen, welche man imBriefe Hochwürdige oder Hochwohlgebornenennt, schreibt man: gehorsamster, oder, wo einmerkliches Unterwürfigkcits-Verhaltniß statt fin-det, auch wohl unterthaniger Diener.
Personen, welche man Wohlgeborner genannthat , empfiehlt mau sich als ergebenster oder erge-bener Dieuer.
In Rücksicht der N a m ensuntersch rift ist nochzu merken, daß man dabei alle Abkürzungen vermei-den muß, und daß es, besonders in Briefen au vor-nehme Personen, dem Wohlstände gemäß ist, Vor-"und Zunamen völlig und deutlich auszuschreiben.Ueberhaupt ist es jedermann, er sei wer es wolle, hochoder niedrig, nicht bloß dringend zu empfehlen, son-dern von ihm mit Recht zu verlangen, daß er feinenNamen deutlich schreibe.
Auch die übrigen Ausdrücke und die Höflichkeits-bezeigungen im Zusammenhange des Briefes richtensich nach dem Range der Person, au welche manschreibt, und nach dem Verhaltnisse, worin man mitihr sieht. Einige Beispiele, welche weiter unten fol-