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und Pritsche; sie bemühen sich beide vergeblich, den Ritter aufzuheiterndurch ihre Tänze. Die Chatelaine drückt durch ehrsam gemessenePas ihre eheliche Zärtlichkeit aus und gerät fast in Sentimentalität;der Narr scheint dieselbe übertreibend zu paradieren und macht diebarocksten Sprünge. Die Musikanten Präludieren ebenfalls allerleiZerrmeladien. Draußen Trompetenstöße und bald erscheinen dieBallgäste, Ritter und Fräulein, ziemlich steife bunte Figuren imüberladensten Mittelalterpub; die Männer kriegerisch roh und blöde,die Frauen affektiert, sittsam und zimperlich. Bei ihrem Eintritterhebt sich der Burgherr, der Ritter, und es giebt die ceremvniösestcnVerbeugungen und Knixe. Der Ritter und seine Gemahlin eröffnenden Ball. Gravitätisch germanischer Walzer. Es erscheinen derKanzler und seine Schreiber in schwarzer Amtstracht, die Brust be-laden mit goldenen Ketten, und brennende Wachskerzen in der Hand;sie tanzen den bekannten Fackeltanz, während der Narr aufs Orchesterhinaufspringt und dasselbe dirigiert; er schlägt verhöhnend den Takt.Wieder hört man draußen Trompetenstöße.
Ein Diener kündigt an, daß unbekannte Masken Einlaß be-gehren. Der Ritter winkt Erlaubnis; es öffnet sich im Hintergrundedie Pforte, und herein treten drei Züge vermummter Gestalten, warunter einige in ihren Händen musikalische Instrumente tragen. DerFührer des ersten Zuges spielt auf einer Leier. Diese Töne scheinenin dein Ritter süße Erinnerungen zu erregen, und alle Zuhörerhorchen verwundert. — Während der erste Zugführer auf der Leierspielt, umtanzt ihn feierlich sein Gefolge. Ans dem zweiten Zugetreten einige hervor mit Zimbal und Handpauke. — Bei diesen Tönenscheinen den Ritter die Gefühle der höchsten Wonne zu durchschauern;er entreißt einer der Masken die Handpauke und spielt selbst undtanzt dabei, gleichsam ergänzend, die rasend lustigsten Täuze. — Mitebenso wildem, ausschweifendem Jubel umspringen ihn die Gestaltendes zweiten Zuges, welche Thyrsusstäbe in den Händen tragen. Nochgrößere Verwunderung ergreift die Ritter und die Damen, und gardie Hausfrau weiß sich vor züchtigem Erstaunen nicht zu fassen. Nurder Narr, welcher vom Orchester herabspringt, giebt seinen behag-lichsten Beifall zu erkennen und macht wollüstige.Kapriolen. Plötzlichaber tritt die Maske, welche den dritten Zug anführt, vor den glitterund befiehlt ihm mit gebieterischer Gebärde, ihr zu folgen. Entsetztund empört schreitet die Hausfrau auf jene Maske los und scheintsie zu fragen, wer sie sei. Jene aber tritt ihr stolz entgegen, wirftdie Larve und den vermummenden Mantel von sich und zeigt sichals Hiana im bekannten Jagdkostüm. Auch die andern Maskenentlarven sich und werfen die verhüllenden Mäntel von sich; es sindApollo und die Musen, welche den ersten Zug bilden, den zweitenbilden Bacchus und seine Genossen, der dritte besteht aus Diana und