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8 (1898) Deutschland : 2
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180 Teutschland >1.

Ich half ihm vft die Tanne erklettern, aber ich wallte ihm manchmalnicht wieder hinunterhelfen, ehe er mir eine seiner wunderlichenFischersagen erzählte,

Wie Mohammed Elm Mansnr seine Lieder immer mit einemL ab des Pferdes anfing, sv begann Niels Andersen alle seine Ge-schichten mit einer Apologie des Walfisches. Auch die Legende, diewir ihm hier nacherzählen, ermangelte nicht einer solchen Lobspcnde,Der Walfisch, sagte Niels Andersen, sei nicht blaß das größte, sondernauch das schönste Tier, Aus den zwei Naslöchern auf seinem Kopfesprängen zwei kolossale Wasserstrahlen, die ihm das Ansehen eineswunderbaren Springbrunnens gäben, und gar besonders des Nachtsim Mondschein einen magischen Effekt hervorbrächten. Dabei sei ergutmütig, sriedlicbig, und habe viel Sinu für stilles Familienleben,Es gewähre einen rührenden Anblick, wenn Vater Walfisch mit denSeinen auf einer ungeheuren Eisscholle sich hingelagert, und jungund alt sich um ihn her in Licbesspiclcn und harmlosen Neckereienüberboten. Manchmal springen sie alle ans einmal ins Wasser, umzwischen den großen Eisblöckcn Blindekuh zu spielen. Die Sitte»rcinheit und die Keuschheit der Walfische wird weit mehr gefördertdurch das EiSwasser, worin sie beständig mit den Flossen herumschwänzeln, als durch moralische Prinzipien, Es sei auch leider nichtzu leugnen, daß sie keinen religiösen Sinn haben, daß sie ganz ohneReligion sind,

Ich glaube, das ist ein Irrtum unterbrach ich meinen Freund, ich habe jüngst den Bericht eines holländischen Missionärs gelesen,worin dieser die Herrlichkeit der Schöpfung beschreibt, die sich in denhohen Pvlargegcnden offenbare, wenn des Mvrgens die Sonne ansgegangen, und das Tageslicht die abenteuerlichen, riesenhaften Eis-massen bestrahlt. Diese, sagt er, welche alsdann an diamanteneMärchenschlösser erinnern, geben von Gottes Allmacht , ein sv imposantes Zeugnis, daß nicht bloß der Mensch, sondern sogar die roheFischkreatnr, von solchem Anblick ergriffen, den Schöpfer anbetemit seinen eigenen Augen, versichert der Domine, habe er mehrereWalfische gesehen, die, an einer Eiswand gelehnt, dort aufrecht standenund sich mit dem Oberteil auf und nieder bewegten, wie Betende,Niels Andersen schüttelte sonderbar den Kopf: er leugnete nicht,daß er selber zuweilen gesehen, wie die Walfische, an einer EiSwandstehend, solche Bewegungen machten, nicht unähnlich denjenigen, diewir in den Betstnben mancher Glaubenssektcn bemerken; aber erwollte solches keineswegs irgend einer religiösen Andacht zuschreiben.Er Erklärte die Sache physiologisch; er bemerkte, daß der Walfisch,der Chimborasso der Tiere, unter seiner Haut eine so ungeheuer tiefeSchicht von Fett besitze, daß vft ein einziger Walfisch hundert biehuudertnndfünfzig Fässer Talg und Thran gebe. Jene Fettschich!