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verrät, welche Auge und Ohr beleidigt; sie siud entweder etwas zumager oder etwas zu korpulent, ihr Gesicht ist entweder zu blaß oderzu "rot, die Nase zu kurz oder ein bißchen zu lang, und dabeikommen manchmal Finger wie Vogelkrallen, wo nicht gar einPferdefuß, zum Vorschein. Nach Schwefel riechen sie nicht, wie dieLiebhaber der armen Volkswciber, die sich, wie gesagt, mit allerleiordinären Kobolden, mit Ofenheizern der Holle, abgeben müssen.Aber gemein ist allen Teufeln eine fatale Jnfirmität, worüber dieHexen jedes Ranges in den gerichtlichen Verhandlungen Klage führten,nämlich die Eiskälte ihrer Umarmungen und Liebesergüsse.
Lucifer, von Gottes Ungnaden König der Finsternis, präsidiertdem Hexenkonvente in Gestalt eines schwarzen Bocks mit einemschwarzen Menschengesichte und einem Lichte zwischen den zweiHörnern. Inmitten des Schauplatzes der Versammlung steht SeineMajestät ans einem hohen Postamente oder einem steinernen Tische,und sieht sehr ernsthaft und melancholisch aus, wie einer, der sichschmählich ennuyiert. Ihm, dem Oberherrn, huldigen alle ver-sammelten Hexen, Zauberer, Teufel und sonstige Vasallen, indem siemit brennenden Kerzen in der Hand paarweise vor ihm das Kniebeugen und nachher andächtig sein Hinterteil küssen. Auch diesesHomagium scheint ihn wenig zu erheitern, und er bleibt melancholischund ernsthaft, während jubelnd die ganze vermischte Gesellschaft umihn herumtanzt. Diese Ronde ist nun jener berühmte Hexentanz,dessen charakteristische Eigentümlichkeil darin besteht, daß die Tänzerihre Gesichter alle nach außen kehren, so daß sie sich einander nurden Rücken zeigen und keiner des andern Antlitz schaut. Dies istgewiß eine Vorsichtsmaßregel und geschieht, damit die Hexen, diespäter gerichtlich eingezogen werden möchten, bei der peinlichen Fragenicht so leicht die Gefährtinnen angeben können, mit welchen sie denSabbath begangen. Ans Furcht vor solcher Angeberei besuchen vor-nehme Damen den Ball mit vcrlarvtem Gesichte. Viele tanzen imbloßen Hemde, viele entäußern sich auch dieses Gewandes. Blancheverschränken im Tanzen ihre Hände, einen Kreis mit den Armenbildend, oder sie strecken einen Arm weit aus; manche schwingenihren Besenstiel und jauchzen: „Har! Har! Sabbath! Sabbath!" Esist ein böses Vorzeichen, wenn man während des Tanzes zur Erdefällt. Verliert die Hexe gar im Tanztumult einen Schuh, so be-deutet dieser Umstand, daß sie noch in demselben Jähre den Scheiter-haufen besteigen müsse.
Die Musikanten, welche zum Tanze aufspielen, sind entwederhöllische Geister in fabelhafter Fratzenbildnng oder vagabundierendeVirtuosen, die- von der Landstraße aufgegriffen worden. Am liebstennimmt man dazu Fiedler oder Flötenspieler, welche blind sind, da-mit sie nicht vor Entsetzen im Musizieren gestört werden, wenn sie