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8 (1898) Deutschland : 2
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Der Doktor Faust.

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Hatan!" während sie sich einsalben.Oben hinaus und nirgendscm!" ist der Spruch der deutschen Besenreiterinnen, wenn sie zumSchornstein hinausfliegen. Sie wissen es so einzurichten, daß siesich in den Lüften begegnen, und rottenweis zum Sabbath anlangen.Da die Hexen, ebenso wie die Feen, das christliche Glockengeläutsans tiefstem Herzen hassen, so Pflegen sie auch wohl aus ihrem Fluge,wenn sie einem Kirchturm vorbeikommen, die Glocke mitzunehmenund dann in irgend einen Sumpf hinabzuwerfen, mit fürchterlichemGelächter. Auch diese Anklage kommt vor in den Hexenprozessen,und das französische Sprichwort sagt mit Recht, daß man nur gleichdie Flucht ergreifen solle, wenn man angeklagt sei, eine Glocke vomKirchturm Notre Dame gestohlen zu haben.

Über den Schauplatz ihrer Versammlung, den die Hexen ihrenKonvent, auch ihren Reichstag nennen, herrschen im Volksglaubensehr abweichende Ansichten. Doch nach übereinstimmenden Aussagensehr vieler Hexen, die auf der Folter gewiß die Wahrheit bekannt,sowie auch nach den Autoritäten eines Remigius, eines Godelmanns,eines Wierus, eines Bodinus, und gar eines De Lancre, habe ichmich für eine mit Bäumen umpflanzte Bergkoppe entschieden, wieich solches im dritten Akte meines Ballettes vorgezeichnet. InDeutschland soll der Hexenkonvent gewöhnlich auf dem Blocksberge,welcher den Mittelpunkt des Harzgebirges bildet, stattgefunden habenoder noch stattfinden. Aber es sind nicht bloß deutsche National-hexen, welche sich dort versammeln, sondern auch viele ausländische,und nicht bloß lebende, sondern auch längst verstorbene Sünderinnen,die im Grabe keine Ruhe haben und, wie die Willis, auch nach demTode von üppiger Tanzlust gepeinigt werden. Deshalb sehen wirbeim Sabbath eine Mischung von Trachten aus allen Ländern undZeitaltern. Vornehme Damen erscheinen meistens verlarvt, um ganzungeniert zu sein. Die Hexenmeister, die in großer Menge sich hiereinfinden, sind oft Leute, die im gewöhnlichen Leben den ehrbarsten,christlichsten Wandel erheucheln. Was die Teufel anbelangt, die alsLiebhaber der Hexen fungieren, so sind sie von sehr verschiedenemRange, so daß eine alte Köchin oder Kuhmagd sich mit einem sehruntergeordneten armen Teufel begnügen muß, während vornehmerePatrizierfraucn und große Damen auch standesgemäß sich mit sehrgebildeten und feingeschwänzten Teufeln, mit den galantesten Junkernder Hölle erlustigcn können. Letztere tragen gewöhnlich die alt-spanisch burgundische Hoftracht, doch entweder von ganz schwarzeroder gar zu schreiend Heller Farbe, und auf ihrem Barette schwanktdie unerläßliche blutrote Hahnenfeder. So wohlgestaltet und schvn-gckleidet diese Kavaliere beim ersten Anblick erscheinen, so ist eS dochauffallend, daß ihnen immer ein gewisses .llnisbsck" fehlt, und sichbei näherer Betrachtung in ihrem ganzen Wesen eine Disharmonie