Der Doktor Faust.
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verschwundene Tänzer am Boden zurückgelassen; bei dieser Umkleidung,die sehr ungeschickt von statten geht, hilft ihm das leichtfertige Lorxsäs Lallst der Hölle.
Mephistophela giebt dein Faust jetzt Tanzunterricht, und zeigtihm alle Kunststücke und Handgriffe, oder vielmehr Fußgriffe desMetiers. Die Unbeholfenheit und Steifheit des Gelehrten, der diezierlich leichten Pas nachahmen will, bilden die ergötzlichsten Effekteund Kontraste. Die teuflischen Tänzerinnen wollen auch hier nach-helfen, jede sucht auf eigene Weise die Lehre durch Beispiel zu erklären,eine wirft den armen Doktor in die Arme der andern, die mit ihmhcrunnvirbclt; er wird hin und her gezerrt, doch durch die Macht derLiebe des Zauberstabs, der die unfolgsamen Glieder allmählich ge-lenkig schlägt, erreicht der Lehrling der Choreographie zuletzt die höchsteFertigkeit; er tanzt ein brillantes Las äs äsux mit Mephistophela,und zur Freude seiner Kunstgenossinuen fliegt er auch mit ihnenumher in den wunderlichsten Figuren. Nachdem er es zu dieserVirtuosität gebracht, wagt er als Tänzer auch vor dem schönen Frauen-bilde des Zauberspiegels zu erscheinen, und dieses beantwortet seinetanzende Leidenschaft mit den Gebärden der glühendsten Gegenliebe.Faust tanzt mit immer sich steigender Seelentruukenheit; Mephistophelaaber reißt ihn fort von dem Spiegelgebilde, das durch die Berührungdes Zauberstabes wieder verschwindet, und fortgesetzt wird der höhereTanzunterricht der altklassischen Schule.
Zweiter Akt.
Großer Platz vor einem Schlosse, welches zur rechten Seite sicht-bar. Auf der Rampe, umgeben von ihrem Hofgesinde, Rittern undDamen, sitzen in hohen Thronsesseln der Herzog und die Herzogin,elfterer ein steif ältlicher Herr, letztere ein junges üppiges Weib, ganzdas Konterfei des Frauenbildcs, welches der Zauberspiegel des erstenAktes dargestellt hat. Bemerklich ist, daß sie am linken Fuße einengüldenen Schuh trägt.
Die Scene ist prachtvoll geschmückt zu einem Hoffeste. Es wirdein Schäferspiel ausgeführt, im ältesten Nokokogeschmacke: graziöseFadheit und galante Unschuld. Diese süßlich gezierte Arkadicu-Tauzelei wird plötzlich unterbrochen und verscheucht durch die Ankunftdes Faust und der Mephistophela, die in ihrem Tanzkostnm und mitihrem Gefolge von dämonischen Ballett-Tänzerinnen unter jauchzendenFanfaren ihren Siegeseinzug halten. Faust und Mephistophelamacheu ihre springenden Reverenzen vor dein Fttrstenpaar, dochelfterer und die Herzogin, indem sie sich näher betrachten, sind be-troffen wie von freudigster Erinnerung, sie erkennen sich und wechselnzärtliche Blicke. Der Herzog scheint mit besonders gnädigem Wohl-