Elcmcntargcister.
„„Ade, stolze Jungfrau Adelutz,
Muß wieder zurück zu dem Raben,
Der mein Aug' ausriß und mein Herzblut trank,Auch meinen Leib will er haben/"'
Einen goldenen Kamm zieht sie heraus,
Selbst kämmt sie ihm seine Haare;
Bei jedem Haare, das sie kämmt,
Vergießt sie Thräncn viel klare.
Bei jeder Locke, die sie ihm schlingt,
Vergießt sie Thränen viel klare;
Sie verwünscht seine Mutter, durch deren SchuldEr so viel Unglück erfahre.
Die stolze Jungfrau NdelutzZog ihn in ihre Arme beide:
„Deine böse Mntter sei verwünscht,
Sie bracht uns zu solchem Leide."
„„Hort, stolze Jungfrau Adelutz,
Meine Mutter verwünschet nimmer,
Sie konnte nicht, wie sie gewollt,
Seinem Schicksal erliegt man immer.""
Er setzte sich in sein Federgewand,
Flog wieder fort so schnelle.
Sie setzt sich in ein andres Federgewand,Und folgt ihm auf der Stelle.
Er flog wohl auf, er flog wohl abIn der weiten Wvlkenhvhe;
Sie flog beständig hinter ihm drein,
Blieb immer in seiner Nähe.
„Kehrt um, stolze Jungfrau Adelutz,
Müßt wieder nach Hause fliegen;
Eure Saalthür ließet ihr offen stehn,
Eure Schlüssel zur Erde liegen."
„„Laß meine Saalthür offen stehn,
Meine Schlüssel liegen zur Erde;
Wo Ihr empfangen habt Eu'r Leid,
Dahin ich Euch folgen werde.""
Er flog wohl ab, er flog wohl auf,
Die Wolken hingen so dichte,
Es brach herein die Dämmerung,
Sie verlor ihn aus dem Gesichte.