z 76 Unter den Carolingern/
Noch jetzt heisst er im Friesischen und den daran grän«zenden Aemtern nnscrö Stifts Korn. So hat derWeizen in glücklichen Landern den Namen trumemmnerhalten. Es gab übrigens, schwere und leichte Säch-sische Zahlschillinge, und erstere werden zu 40 Pfennigengerechnet, cs, ? i "r. U. IV. c. 7z.
§. Z6.
Werfall des Heerbanns durch die Erblichkeit der Ofsicicrstcllcnin demselben.
Bey dem allen fiel der Heerbann immer weiter, jemehr der Bischof und die Stiftung sich, wie wir jetzterzählt haben, verbesserten: denn eins geschahe aufKoslendes andern; und die Gesetze, daß keiner sich und feine Gü-ter demselben ohne ausdrückliche kayscrliche Erlaubnis ent-ziehen, und selbst ein Graf, wenn er sein Amt niederlegtesich nicht davon befreyen sollte u), wehrten dem Uebel langenicht. Noch mehr aber drückte es ihn, daß der Kayserdie Officier ernanntes)), und solche auf Lebenszeit dienenließ, anstatt daß man sie vorhin besonders in den älternZeiten jährlich gewählt hatte c). Dieses hat zuerst dieGleichheit unter den Wehren aufgehoben, indem derjenige,so als Graf oder Edclvogt auf Lebenszeit stand, sich leicht,so viele Verdienste, Freunde uud Verbindungen erwarb,und feine Kinder so erzog, daß feme Familie immer denVorzug vor allen übrigen behielt 6), welches, so lange diejährlichen Wahlen dauerten, nicht geschehen konnte. In-dessen war es fast nicht möglich, denHof, worauf einmalein Graf oder Edelvogt eins lange Reihe von Jahren ge-wohnt hatte, bey Ernennung seines Nachfolgers vorbeyzu gehen. Auf demselben waren Heerwage, Heerpsanne,Heercolle e), und was man sonst auf dem Hofe eines Land-ober-