Z26 Unter den Carolingerch
wig der Fromme machte hievon eine Ausnahme, welchebald nachher zur Regel wurde c), und erlaubte den Klö-stern d>.e Aecker zu besreyen, die sie von Haus aus bestel-loten 6), unter der Bedingung, daß sie einen Theil deröffentlichen Lasten mit übernehmen, oder welches einerley e)ist, ihren Zehnten den Armen selbst vertheilen sollten. Je-doch mochte er hierin nicht sogleich nach seiner Macht ver-fahren wollen, denn er überließ unserm Stifte den ReuchS-hof zu Dissin dafür, daß dieses die Vorwerke der bey-den Kloster mit dem Zehnten verschonte 5). Diese warenaber hiemit nrcht lange zufrieden, sondern giengen, nachdein sie (8Z4) gleich nach der Flucht ?,) unsers BischofesGoßwms, die königliche Zelle zu Meppen, und dieKirche zu Bühl! )L in der Grafschaft Ravensberg an sichgebracht hatten, so weit, daß sie auch diejenigen Aecker,welche andre von ihnen zum Bau unter hatten, besreyenwollten s>), und zuletzt (85Z) wie der Graf Cobbo, derBruder des Abten zu Corvey und der Aebtißm zu Her-ford, unser ganzes Stift in Besitz hatte, sich so gar dieZehnten aller Kirchspiele, welche unter den Erzpriesiem zuMeppen und Bühnde standen, von Ludewfg dem Deut-schen geben ließen j). Der ErzvriesterlicheSprenge! vonMeppen besasset?, wie es scheint, das ganze NorVland ü),welches sich aus dem heutigen Niedersiist Münster tief inunser jetziges Stift erstreckte, und der Bühndische Spren-gel mochte mcht minder beträchtlich seyn. Der alte undschwache Gosibe rt, welcher erst als Mönch zu Corvey ge-standen hatte, und als Bischöflicher Amtsverwalter von derGnade des Grafen Cobbl) abhieng, bewilligte alles !),und überließ die beyden Sprengel den Klöstern, ohne sich
wei-