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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
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282 Unter den Carolmgem,

Herzogtümern und Grafschaften sagen, man findet über-all Spuren, daß ihre Amcsgränzen entweder enger oderweiter gewesen sind, zum Beweise, daß unsere heutigenTerritorien nicht so geradezu aus dergleichen alten Heer-bannsamtern entstanden sind. Unser jetziges Stift enthaltkaum den dritten Theil des alten Sprengels, als wozu daöN'edcrstift Münster diesseits dcr Emse, und die später ent-standenen Grafschaften, Oldenburg, Wildeshauscn, finge,Diepholz, Ravensberg, Tecklenburg, Rheda, Ritbcrgund andere, entweder ganz oder guten Theils gehöret ha-ben ; woraus man abnehmen mag, daß unser Stift nichtallein daö erste sondern auch das größte in Westphalen ge-wesen ist.

u) Man sieht dieses nicht deutlicher als bey Granzberichtignn-gcn, wenn nur eine Baucrschaft von der andern abge-schnitten werden soll. Eine jede derselben hat in Absichtauf Weide »nd Holzung gewisse gemeinschaftliche Rechte,in Absicht auf Wege > und Brückenbesserungen mit derHand und mit dem Spann gemeinschaftliche Verpflich-tungen , und in Absicht auf den Heerbann ibren ange-wiesenen Sammelplatz. Sie unterhalt ihren Richtermit Korn, die gemeine Burg, wo eine ist, mit gesamm,ter Hand, und stellet, wenn es erforderlich ist, einebestimmte Mannzahl. Die Schulden des Vereins, wo-von sie abgerissen wird, sind minder oder mehr als dieSchulden desjenigen, wozu sie gelegt wird. Alle dieseKetten lassen sich ohne eine genaue Bestimmung nicht zer-reissen, und diese ließ sich bey der ersten Einrichtungnicht so geschwind machen.

b) S. Abschn. III. §. iz. i6.

c) Die heutigen Saterlandcr haben noch die alte friesischeSprache, wodurch sie sich von den Westphälingern un-