fünfter Abschnitt.
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6.
D>c Größe des bischöflichen Sprengels.
Es ist wahrscheinlich, daß Carl so viel immer möglich,die sächsischen Nationen in der Verbindung, worin er siefand, gelassen, und ihrer so viele zu einem gemeinsamenSprengel gezogen habe, als zu einem gemeinsamen Heer-bann gehörten. Man trennet dergleichen Voiksverbindun-gen nie ohne Mühe und ohne Noth u); und da wo sichunser Stift die Emse hinunter von den Friesen oder denehemaligen Chauzen, oder der Osnabrückische Sprengelvon dem Bremischen scheidet, sieht man die Gränzlmieder westphäiischen und friesischen Sachsen durchscheinen,welche schon in den ältesten Zeiten nicht gemeinschaftlichauszogen b). Doch haben sich auch Friesen auf sachsischenBoden geseht, welche jetzt Saterländer G hcissen, vor-hin aber Sögelter ck) Friesen genannt wurden, und ebendie Friesen oder Chauzen seyn mögen, welche unter demKayser Nero die Amsibarier oder Emsbauern aus ihrenSitzen vertrieben e); diese wurden unter das hiesige Stiftgezogen, ob sie gleich mit den übrigen Westphälmgern nichtverbunden seyn mochten; sie suchten sich aber auch bald wie-der los zu machen f). Ucberhaupt scheinet unser Spren-gel die Emse und die Hunts A), deren Lauf sich doch oftverändert, zu seiner Gränzlinie gehabt zu haben; an der-selben mochten sich auch die ehemaligen Bruckterer undAn-grivarier scheiden. Die Urkunde, worin die Gränzen derbischöflichen Zehntflur, oder des Sprengels beschrieben ge-wesen seyn sollen, ist nicht mehr vorhanden. In keinemStifte trift übrigens die heutige LandeSgränze mit dem ehe-maligen Sprengel überein; eben das kann man von allen
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