2V4 Unter den Römern und Franken,
mer, streifte bis Aeme, und hielt den ganzen Winterüber von Eresburg aus tue Sassen in beständiger785 Unruhe. Gegen das Frühjahr versammiete er diefränkische Reichsfolge zu Paderborn, machte sich vondem grasten Theil des Landes Meister und gieng wiederan die Elbe, wo er sich endlich mit Wedekinden in förm-liche Unterhandlungen einließ e), ihm durch seine Ge-sandten frey Geleit und Geißeln überschickte, und diesenHerrn dahin brachte, daß er dem Könige nach Ettnachfolgte und sich durch die Taufe mit Gott und ihm ver-söhnte.
a) Denn es heißt: Larc>Iu8 cie loao jwwlü ckaclerbtuu-neun reoepit, atgne ibi cackriü polltis parteinexercirus, <^uw aclbua cle krancis venire clebebat,operiebatur. ^ xiL <z 118 w v. aä ann. 78z.
b) Es sollte einen billig wundern, daß in einem so langenKriege nur zwey Haupktreffen, und zwar beyde in ei-nem Jahre vorgefallen wären. Denn z-Qlnuänoin vita Laroli iVl. c. 8- sagt ausdrücklich: ickoc bsllumckcet p>er luiiltnin temp>oris chatiuin traberetur, iplenvn ain^Üuz cuur docke gnnm bi8 in acie conckixit,femel juxta nrontem, gui chcitur, in Iczco
noininnto et iteruin g^zuc! ckuvinnret Iioc nnc> inende, pauLi8 gun^ue interpockki8 ciie-bu8. Allein bey der Voraussetzung, daß Wedekind undseine Freunde bis ins Jahr 781. mit ihren Privatge-folgen den Krieg gegen die Franken geführt haben, unddaß im Jahr 782. zuerst der Heerbann aufgewiegeltworden (S. Z. z 6. n. b). läßt sich dieses füglich begrei-fen, und auch zugleich einsehen, wie allerdings garfrühzeitig einige Kirchen in dem Lande der Sassen ange-leget werden können. Denn wenn der Hcrrbann stillesaß, so waren alle Zaune, Hauser und Kirchen sicher.