198 Unter den Römern und Franken,
diese Art in die politische Verfassung geflochten, wie ichein andermal zeigen werde.
§. Z4.
Carls Grösse und Absichten.
Carl dmfte wohl wünschen sein Reich bis an die Elbezu erwenern. Diese Ausdehnung ergänzte den Zirkel, inDessin Mittelpunct er ohnedem seine Hauptmacht a) haltenmüsse. Er war also großmüthig an der Weser und grau-sam an der Elbe d), weil er dort erobern und hier zer-froren wollte. Ob serne Nukernehmungen gerecht oder un-gerecht gewesen, ist nach dem Siege eine vergebliche Un-tersuchung. Glück und Grosse überheben ihn einer gemei-nen Rechenschaft. Er diente der Religion, und diese ihn?,da er den SchcoS der Kirche und seines Reichs zugleich er,wetterte, und den Grund zu Deutschlands Grosse legte.Wedckind ein edier Herr, führte die Weftphälinger gegenihn an; Albin die Ostphäler, und Bruno die Engern.Sw handelten im Anfang nicht gemeinschaftlich, weil jedeNation sich besonders verglich c). Es kann aber auchseyn, daß Carl ihnen nicht die Zeit ließ, sich zu vereini-gen, und plötzlich mit einer unerwarteten Macht in ihrLand g>eng. Der König hatte das Glück an dem PabstAdrian ft) einen Freund und Führer zu finden; und beydearbeiteten mit gleichem Eifer an der Ausbreitung ihrerMacht in den Abendländern, worin nur ein Reich undeine Kirche seyn sollte.
a) S. Absch. III. Z. 4. n. b.
b) An der Aller ließ er 4500 Sassen enthaupten. An derElbe führte er eine Menge von Einwohnern mit Weibund Kindern nach Frankreich :c.
c) Eben