19 6 Unter bei: Römern und Franken,
nicht selbst rächen, und ein Held nicht seinen besondernHimmel haben sollte. Sie musten erst durch d>e Machtder Waffen um ihre politische Verfassung gebracht wer-den, ehe das Christenthum auch nur einige Verhältniszu ihrem Staat gewinnen konnte. Dies war die Ursacheihrer hartnäckigen Widersetzung, welche Carl der Grosseganzer drey und dreyßig Jahr mit unermüdetcm Elfer be-kämpfte , oft unterdrückte, aber nie erstickte. Ihr Aber-glauben war der stärkste ci), welchen je ein Volk gehabt,und die politische Verfassung hatte sich dermassen e) dar-auf gelehnet, daß Freyheit und Religion zugleich ange-griffen werden musten.
a) Ein Lent, der einmal angehörig, und folglich schon ei-nem Herrn und Hofrechte unterworfen ist, nimmt eineReligion mit Freuden an, welche die Rechte des Herrnauf alle Weise mäßiget. Ein Wehr hingegen, der nureinen äirecckorem locietatck kennet, und diesem ge-migsam gewachsen ist, wird nicht so leicht eine Religionannehmen, wodurch die Vollmacht des Direcckvrii! ohneseine Einwilligung erweitert wird.
b) Die Kirchengcschichte dieser Zeit bewährt es aufs ge-naueste , daß die Bemühungen des H. Bonifacius dies-seitS des Laitus Imrc)mü gui Llmttos prologuelz>ituret äspouebat. <?. zo. nicht fruchtbar gewesen.Was noi. Lv15ic; cle laucl. Weck. II. von dem Anf-enthalt der Gebrüder Ewald zu Laer; 5i /e u c L i. r.. in,vita Luiberti c. 15. !?. von der Ankunft dieses Heiligenzu Münster und Bilefeld w. :c. melden, ist zu neu umals ein gutes Zeugnis zu gellen; und wenn es auch seineNichtigkeit hätte, so würde es doch von keinem Gewichtseyn, weil die Bekehrung einzelner Dorfgesessenen Freyen,die bey Veränderung der Nationalverfassnng eher gewon-nen als litten, dagegen nichts erhebt, indem ich blos von