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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
172
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172 Unter den Römern und Franken,

H. 22.

Ihre Folgen.

Die Folgen dieser grossen Niederlage können zwar nichtso beträchtlich gewesen seyn, als man vermuthen sollte.Denn Spurinna kam den Bruktcrn noch zeitig zu stat-ten g), befestigte ihren König, und erhielt desfalls zuRom die Ehre des Triumphs. Es ist aber doch glaub-lich, daß viele kleine Völker, und besonders diejenigen,welche damals in unsern Gegenden fassen, sich von denBruktern getrennt und zu den Angrivariern geschlagen ha-ben. Vielleicht blieb wohl gar der Brukterische Nameblos denjenigen Bundesgenossen, welche vorhin jenseits derLippe k) zu ihnen gehöret, und daher ihren Namen ge-führet hatten. Dann die Brukter zeigten sich bald dar-auf am Rhein, und zuletzt im fränkischen Bunde, mitdessen Hülfe sie sich der Angrivarier erwehren konnten.E>ne solche Veränderung schadete dero Zeit der gemeinenFreyheit so leicht nicht. Ein überwundenes Volk tratgleichsam nur in den Bund der Sieger, ohne im übrigenseine Verfassung zu verlieren, es mogte denn seyn, daßman es völlig vertilgte oder verjagte. Denn man kanntedas Mittel noch nicht, Länder durch Besatzungen zu er-halten, und ließ einem Feldherrn schwerlich das Recht, auseinem gemeinen Gewinn sein Eigenthum zu machen, sol-chen seinem Gefolge zu verleihen, und der Nation gefähr-lich zu werden. Ausser diesem aber hatten die Sieger kei-nen andern Weg, sich der Neberwundenen zu versichern,als sie mit sich selbst in eine gemeine Reihe zu bringen, undihnen ihre eigne Ehre mitzutheilen, oder sie ganz zu ver-treiben , und ihre Höfe mit Siegern zu besetzen, welchedenn ihr Recht noch weniger verlohren.

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