dritter Abschnitt.
169
ten, allein ohne Nutzen, und es scheinet, daß die Che-rusker sich von solcher Zeit an der Ehre, sich unter einemeignen Feldkönige verbunden und gefürchtet zu sehen, be-geben musien 6). Die Brukter hingegen erhielten sichnoch mit Macht, und ihre damalige heilige BeherrscherinGanna e), welche nach Beliebens Zeit verehret wurde,besuchte den Kaiser Domitian in Rom, Die Römer ge-wannen an Vertrauen nach dem Masse, wie sie ihrenNachbarn weniger gefahrlich wurden, und ihre Freund-schaft wurde den Brukterischen Sassen immer nöthiger,da die Germanier unter den schwachen Kaysern sich ihreralten Grösse näherten, den König, welchen ihnen die Rö-mer gegeben hatten, verjagten, und im Begriff standen,Gallien zu verheeren, die Chatten aber den Donnrian nichtfürchteten, und die Markomannen nebst den O-uaden demrömischen Reiche den Untergang drohetcn.
a) Die Chatten zeigten dem Domitian, daß sie würklichFranken waren. Es heißt zwar: Os Ctati8 I)aci8-cjne j)>zst varia ^rwlia cln^licein trininybnin echt,svki'. in Ocnnit. 6 und v ic> bXVll. erklart diesesdahin, daß er in Deutschland keine» Feind gesehn hatte,wobey i^c. in Aor. zy. die Anmerkung macht: cle-rilni lnillö ststsmn e tZerinania lrirun^bum eintis^zer connnercia, gnormn babitn8 et erine8 in ca^zti-vornin ss>ecieni sorinarentur. Allein die Wahrheitlautet also: bb-Ao s Latti etc.) lnstnlerant aniinc>8 etjriAnin excusterant (Ü8 8'etc>ient nec janr
nobilcnin cie sna libertäre secl tle nvstra servitutecertabant: nc ne incincia8 gniclein nist n(jni8 cnn»elitionibn8 inibant: IeAS8gne nt acci^>erent, stabant.?i, in. inDraj. II. und dieRömer hakten das diesseitigeUfer des Rheins gewiß verlohren, wie X. 7.
nicht undeutlich anzeigt: S. in bist.
i5
XVest^b.