dritter Abschnitt. i5i
grosser Strich Landes am Rhein zur Scheidung wüste a)gelegt; die innerliche Ruhe aber nach einem so schwerenKriege, wodurch zuletzt alles kriegerisch und jeder andreScand verächtlich werden muste, schwer zu erhalten. DerCherusklsche Adel, dessen Gefolge nothwendig stark ver-mehrt war b), hatte sich bereits unter einander aufgerie-ben c), und die Nation cl) dah-n gebracht, des ArminiuSBrüdern Sohn JtaluS, der in Italien gebohren und er-zogen war e), von Rom, als ihren König, zu berufen.So angenehm er aber den Gemeinen Anfangs gewesenwar, so sehr ward er zuletzt den Edlen und der ganzen Na-tion verhaßt, da er nach römischen Grundsätzen regierenwollte. Die Bruckter und Angrivarier wogten unter demEinfluß der nähern römischen Macht der Ruhe gemessen,welche ihnen Claudius gestattete. Man sieht ein, daßdiese drey Nationen damals nicht vereinigt waren, ob sieschon, ehe und bevor Claudius seinen grossen Entschlußvollführte, Galba die Chatten und Gabinius die Marserund Kauchen schlug, Corbulo aber mit seinen Entwürfenüber die Emse war 5), ein gemeinschaftliches Systembehaupteten, und sich dieser ihrer Nachbaren nicht an-nahmen.
s) Vaeui gori militum uftiilepoliti — valiitatein et Ic>.lituäinem malebant guam smicos populos.
Xlll 54. ;6. Es scheint, daß Claudius diese Politikgefast habe, indem sich solche, so lange man noch aufEroberungen dachte, nicht wohl schickte.
b) S. Abschn. III. §. 12. n. c.
c) ^inistis per nnerna bella nabilibu? reZem Xomapstierunt unc> religuo llirpis reoiw, c^ui spucl urbeinImbebatur nourins Italus. Icl. XI. r6.
Mesers Osnabr. Gesch. I. Th. L ä) Aä-